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Politik

adhocracy+ – die Plattform für zivilgesellschaftliche Beteiligung

aktualisiert: 31. Juli 2026 09:39
Abstimmung online
Abstimmung online © sawitreelyaon / stock.adobe.com

Ganz im Sinne eines demokratischen Staates ist eine freie Beteiligung an Entscheidungsfindungen. Vor allem bei der immer stärkeren digitalen Ausrichtung des geschäftlichen wie auch privaten Alltags bieten sich dazu Lösungen an. Der nachfolgende Text präsentiert dafür interessante Möglichkeiten!

Das Wichtigste in Kürze

  • In diesem Beitrag geht es um adhocracy+, eine kostenlose Beteiligungsplattform.
  • Außerdem um die Frage, was genau adhocracy+ bedeutet.
  • Es gibt interessante Hinweise zu diversen Möglichkeiten für die Teilnahme am adhocracy+ – Programm.
  • Wer entwickelt und betreibt adhocracy +?

Adhocracy+ bietet unabhängige, digitale Beteiligung an diversen Projekten

adhocracy+ ist eine digitale Beteiligungsplattform, auf der Organisationen, Kommunen und andere Initiativen Beteiligungsprozesse online abbilden können. Im Kern geht es darum, Meinungen, Ideen und Diskussionen strukturiert zu sammeln und Entscheidungen transparenter vorzubereiten.

Wichtig ist die Unterscheidung: adhocracy+ ist nicht nur ein einzelnes Abstimmungstool, sondern eine Plattform mit mehreren Modulen für unterschiedliche Formen der Beteiligung.

Hinweis zur Einordnung: Die Plattform ist über diese URL erreichbar und für Suchmaschinen grundsätzlich indexierbar. Wenn eine Seite in der Google Search Console noch als unbekannt erscheint, liegt das häufig eher an der Entdeckung und Verlinkung als an einer Sperre durch Meta-Robots.

Hinweis zur Indexierung: In der Google Search Console bedeutet „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ nicht automatisch, dass eine technische Blockade vorliegt. Oft ist die Seite zwar erreichbar, wurde aber noch nicht dauerhaft in den Index aufgenommen. Für die Einordnung sind interne Verlinkung, Aktualität und thematische Passung wichtig.

Die Open-Source-Plattform adhocracy+ bietet Interessierten, wie z.B. Jugendlichen, kostenlose Beteiligung an unterschiedlichsten Prozessen und Events via Internet. Das Projekt adhocracy+ macht als nützliches Werkzeug eine direkte Beteiligung an betrieblichen, gesellschaftlichen, politischen und privaten Planungen für viele Menschen möglich. Ein offener, transparenter und zielgerichteter Dialog von Interessengemeinschaften und Organisationen sowie daran interessierten Bürgerinnen und Bürgern kann so stattfinden. Die adhocracy+ Software findet schon in etlichen Projekten Anwendung. Stetige Weiterentwicklung und freies Anpassen dieser Software macht alles immer flexibler.

Unabhängig von Bürokratie, Budget und Einzelentscheidungen

Die Plattform stellt verschiedene Beteiligungsformate bereit, die je nach Projekt kombiniert werden können:

  • Brainstorming: erste Ideen sammeln und sichtbar machen.
  • Ideenwettbewerb: Vorschläge strukturieren und vergleichen.
  • Debatte: Diskussionen moderiert online führen.
  • Kartenfunktion: Beiträge räumlich zuordnen und lokalisieren.
  • Zeitleiste: Veranstaltungen oder Prozesse zeitlich darstellen.

So lässt sich für unterschiedliche Beteiligungsziele jeweils das passende Format auswählen.

Der große Vorteil von adhocracy+ ist, dass es keine Hierarchie gibt, es sind dagegen kollektive Entscheidungen gefragt! Das Gute daran ist die bessere Anknüpfungsmöglichkeit an Arbeitseinheiten wie Finanzwesen und Marketing. Sehr vorteilhaft ist, dass Teilnehmer an dem digitalen Programm unabhängig und frei entscheiden können. Kosten, Ort, Stärke des Engagements und Zeit spielen dabei keine Rolle.
Auf adhocracy+ gibt es zehn diverse Beteiligungs-Module, flexibel untereinander kombinierbar. Sie bewegen sich z. B. zwischen einfachem Brainstorming und Ideen-Wettbewerben mit und ohne Kartenfunktion bis zum Debatten Modul (Online-Diskussionen).

Für wen eignet sich adhocracy+ besonders?

Die Plattform eignet sich vor allem für Akteure, die Beteiligung strukturiert online organisieren möchten. Dazu zählen beispielsweise Kommunen, Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen oder Projektteams.

Je nach Ziel kann adhocracy+ für offene Beteiligung, interne Abstimmungen oder thematische Diskussionen eingesetzt werden. Gerade bei digitaler Bürgerbeteiligung oder Jugendbeteiligung bietet sich das an.

Bei der Open-Source-Plattform adhocracy+ kann jeder Teilnehmer seine besonderen Kenntnisse einbringen. Die Entwicklung und Gestaltung der Software ist ebenfalls offen für neue Beiträge und Ideen. Gemeinschaftliche Neuerungen kommen letztlich allen beteiligten Nutzern zugute. Mit dem System lassen sich übrigens auch Timel Lines von Präsenzveranstaltungen gut darstellen.
Es gibt bei adhocracy+ neben der Beteiligung an öffentlichen Projekten die Möglichkeit Privatprojekte zu organisieren.

Eigeninitiative und Engagement sind immer gefragt

Offene Prozesse richten sich an eine breite Öffentlichkeit und eignen sich, wenn viele Perspektiven gewünscht sind. Geschlossene Prozesse sind sinnvoll, wenn nur ein definierter Kreis teilnehmen soll, etwa bei internen Abstimmungen oder vorbereitenden Projektschritten.

Die passende Variante hängt also davon ab, ob Reichweite, Vertraulichkeit oder gezielte Zusammenarbeit im Vordergrund steht.

Wie funktioniert die Nutzung in der Praxis?

Ein Beteiligungsprozess kann je nach Vorhaben öffentlich oder auf einen eingeladenen Kreis begrenzt angelegt werden. Initiatorinnen und Initiatoren laden Teilnehmende ein, legen das Thema fest und bestimmen, wie Beiträge gesammelt oder diskutiert werden sollen.

Für die Moderation ist es hilfreich, Regeln und Ziel des Prozesses klar zu benennen. So verstehen Teilnehmende besser, ob es um Ideensammlung, Diskussion oder eine konkrete Entscheidungsvorbereitung geht.

Dabei können private Initiatorinnen oder ein Initiator per Mail über diese Plattform einen definierten Personenkreis einladen. Nur Mitglieder dieses speziellen Kreises haben dann Zugriff auf diesen Beteiligungsprozess. Die Öffentlichkeit ist in diesem Falle total ausgeschlossen.

Über die Plattform adhocracy+ lassen sich neutrale Moderatoren oder Moderatorinnen einladen. Die können dann z. B. eine Diskussion beobachten, auf Beiträge der Teilnehmer reagieren und die verschiedenen Online-Diskurse meist positiv beeinflussen.

Beispiele für erfolgreiche Projekte im Bereich adhocracy+

Seit 2019 haben sich weit über 80 Kommunen und Organisationen zur Online-Beteiligung auf adhocracy+ registriert. Das sind diverse Bewegungen und Institutionen wie unter anderen Gewerkschaften, Kommunen, Planungsbüros, Universitäten und Unternehmen. Beispiele für kommunale Beteiligung sind CityLab Berlin im Zusammenhang mit Covid-19 oder die Stadt Werder/Havel mit einem Projekt zur Verbesserung der Fuß- und Radweginfrastruktur. Die Stadt Werder hat zwei weitere Projekte seit 2021 zu den Themen „Textkommentierung Baumblütenfest 2021“ und „Bürgerhaushalt“ erfolgreich initiiert.

Liquid Democracy e. V. steht hinter adhocracy+

Betreiber und Entwickler von adhocracy+ ist der gemeinnützige, überparteiliche Verein Liquid Democracy e. V. Dessen Ziel ist es,
in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen mehr Mitbestimmung und Mitwirken zu erreichen. Das soll insgesamt eine höhere Beteiligung interessierter Personen aus der Gesellschaft an transparenter Kommunikation bewirken. Internetbasierte Beteiligungsformen sind dabei zum Verbinden mit konventionellen Formen bestens geeignet.

Positives Fazit zum Schluss – Vorteile für alle!

Wenn es gelingt, mit adhocracy+ viele kritische, engagementfreudige Menschen im Internet zusammenzubringen, wäre das ein toller Erfolg. Denn freie, offene Meinungsäußerung und Zusammenarbeit in allen diskussionswürdigen Bereichen bringt allen Beteiligten garantiert wichtige Vorteile. Es lohnt sich, den von Liquid Democracy e. V. ermöglichten einfachen Zugang (nur mit E-Mailadresse/Nutzername) zur Plattform adhocracy+ zu nutzen!

FAQ zu adhocracy+

Ist adhocracy+ kostenlos?

Im Beitrag wird adhocracy+ als kostenlose Beteiligungsplattform beschrieben.

Kann man auf adhocracy+ auch geschlossene Projekte durchführen?

Ja, laut Beitrag lassen sich auch private Projekte organisieren, bei denen nur eingeladene Personen Zugriff haben.

Wer moderiert die Diskussionen?

Über die Plattform können neutrale Moderatorinnen oder Moderatoren eingebunden werden, um Diskussionen zu begleiten.

Wofür eignet sich adhocracy+ am besten?

Vor allem für digitale Beteiligungsprozesse, bei denen Ideen, Diskussionen oder Vorschläge strukturiert gesammelt werden sollen.

Typische Fehler bei digitalen Beteiligungsprozessen

  • Das Ziel des Prozesses wird nicht klar genug kommuniziert.
  • Es wird kein passendes Beteiligungsformat gewählt.
  • Die Moderation ist zu passiv oder zu stark steuernd.
  • Teilnehmende erhalten keine klare Orientierung zum Ablauf.
  • Es fehlt eine Einordnung, was mit den Beiträgen später passiert.

Wer diese Punkte früh mitdenkt, erhöht die Chance auf nachvollziehbare und konstruktive Beteiligung.

Redaktionsleitung

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