Die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin ist die erste und bislang einzige Hochschule einer Hilfsorganisation in Deutschland. Am 12. September feierte die von der Johanniter-Unfall-Hilfe staatlich anerkannte Hochschule ihren 15. Geburtstag mit einem Festakt in Berlin.
Was die Akkon Hochschule besonders macht
Die Akkon Hochschule verbindet wissenschaftliche Ausbildung mit einem klaren Praxisbezug aus den Bereichen Medizin, Pflege, Soziales, humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz. Ihr Profil unterscheidet sich damit von vielen klassischen Hochschulen, weil Lehre, Forschung und die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen eng zusammengedacht werden.
Gerade diese Verbindung aus Humanwissenschaften und praktischem Einsatz erklärt, weshalb die Hochschule für Bewerberinnen und Bewerber aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie für Menschen mit Interesse an Krisenhilfe und Bevölkerungsschutz attraktiv ist.
In den letzten 15 Jahren hat sich die Hochschule stetig entwickelt. Derzeit bietet sie sieben Bachelor- und fünf Masterstudiengänge in den Bereichen Medizin, Pflege, Soziales, humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz an und hat etwa 1.400 Studierende eingeschrieben.
Studienangebote an der Akkon Hochschule im Überblick
Das Studienportfolio der Hochschule ist inhaltlich breit aufgestellt und richtet sich an Menschen, die in gesundheitsbezogenen, sozialen oder humanitären Berufsfeldern arbeiten möchten. Dazu zählen grundständige Bachelorstudiengänge ebenso wie vertiefende Masterangebote.
Typische Schwerpunkte
- Medizin und Pflege
- Soziales und Pädagogik
- Humanitäre Hilfe
- Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement
Für Leserinnen und Leser kann eine Einordnung hilfreich sein, wenn sie prüfen möchten, ob eher ein praxisnahes Bachelorstudium oder ein weiterführender Masterstudiengang zu ihrem beruflichen Ziel passt.
Thomas Mähnert, der dem Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe angehört, erläuterte, dass die Akkon Hochschule nicht nur die einzige Hochschule einer Hilfsorganisation in Deutschland sei, sondern auch die einzige Hochschule für Humanwissenschaften im Land. Seit ihrer Gründung durch die Johanniter-Unfall-Hilfe verfolge sie einen transdisziplinären Ansatz mit dem Ziel, praxisnah und menschenzentriert zu arbeiten. Die Auswahl der besten Theorien, Methoden und Instrumente aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen zur praxisnahen Bearbeitung gesellschaftlicher Fragestellungen habe sich als erfolgreich erwiesen und werde fortgesetzt. Er blickte auf 15 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück, dankte allen, die zum Erfolg beigetragen haben, und zeigte sich zuversichtlich für die zukünftige Entwicklung der Hochschule.
Beim Festakt im Aquino Tagungszentrum in Berlin hob Prof. Dr. Andreas Bock, Präsident der Akkon Hochschule, hervor, dass die Erfolgsgeschichte der Hochschule deutlich mache, wie groß der Bedarf an praxisorientierter Lehre und Forschung gewesen sei. Seit dem Beginn des Lehrbetriebs vor 15 Jahren sei das Konzept der Vorbereitung der Studierenden auf ihre berufliche Zukunft prägend gewesen und habe viele erfolgreiche Alumni hervorgebracht.
In seinem Grußwort wies Dr. Oskar Prinz von Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, auf die enge Zusammenarbeit der Akkon Hochschule mit der Johanniter-Unfall-Hilfe hin. Besonders erwähnte er das Projekt „Gaffen tötet“, das darauf abzielt, Schaulustige an Unfallorten auf die Gefahren für Opfer und Rettungskräfte hinzuweisen und das von der Akkon Hochschule wissenschaftlich begleitet wurde.
Die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften wurde 2009 von der Johanniter-Akademie gegründet. Die erste Kohorte bestand aus 23 Studierenden, die das Bachelor-Studium im Studiengang „Emergency Practitioner“ aufgenommen hatten, der sich an Fachkräfte im Rettungsdienst richtete. Mittlerweile bietet die Hochschule insgesamt zwölf Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Pflege und Medizin, Pädagogik und Soziales sowie Humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz an. Mit dem während der Corona-Pandemie entwickelten Hybrid-Konzept können Studierende aus ganz Deutschland an den Studiengängen teilnehmen.
Von der Gründung bis zum Jubiläum: die Entwicklung der Hochschule
Die Geschichte der Akkon Hochschule zeigt, wie sich aus einem spezialisierten Studienangebot Schritt für Schritt eine breiter aufgestellte Hochschule entwickelt hat. Ausgehend von der ersten Kohorte mit 23 Studierenden ist ein akademisches Profil entstanden, das heute mehrere Fachrichtungen und Studienmodelle umfasst.
Für Leserinnen und Leser wird dadurch sichtbar, dass das Jubiläum nicht nur ein feierlicher Anlass ist, sondern auch einen Etappenerfolg in der institutionellen Entwicklung markiert.
Die Akkon Hochschule kooperiert in der praxisorientierten Lehre und angewandten Forschung eng mit zahlreichen nationalen und internationalen sozialen und humanitären Organisationen sowie öffentlichen Institutionen. Diese Zusammenarbeit zeigt sich unter anderem in der Gründung eigenständiger Institute wie dem Institute for Research in International Assistance (IRIA), das auf den weltweit steigenden Bedarf an wissenschaftlich fundiertem Know-how im Krisenmanagement und in humanitärer Hilfe reagiert.
Praxisbezug und Hybrid-Lehre als zentrales Merkmal
Ein wichtiger Teil des Profils der Akkon Hochschule ist die Verbindung von Präsenz- und digitalen Lernformaten. Das im Beitrag erwähnte Hybrid-Konzept eröffnet Studierenden die Möglichkeit, an den Studienangeboten auch standortübergreifend teilzunehmen.
Für die Praxis bedeutet das: Die Hochschule richtet ihre Lehre nicht nur auf theoretisches Wissen aus, sondern auf anwendungsnahe Inhalte, die sich an realen Anforderungen aus Rettungsdienst, Pflege, Sozialarbeit und humanitärer Hilfe orientieren.
Gerade für Berufstätige oder Studierende mit organisatorischen Verpflichtungen ist diese Kombination aus Flexibilität und Praxisnähe ein wichtiger Entscheidungsfaktor.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe zählt mit mehr als 31.000 Beschäftigten, etwa 46.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 1,2 Millionen Fördermitgliedern zu den großen Hilfsorganisationen in Deutschland und ist zugleich ein bedeutendes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Sie engagiert sich in Bereichen wie Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen, Fahrdiensten für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und weiteren karitativen Hilfeleistungen sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Johanniter Unfall Hilfe e.V./ Veröffentlicht am 13.09.2024
Kooperationen und wissenschaftliche Schwerpunkte
Die Zusammenarbeit mit sozialen, humanitären und öffentlichen Institutionen ist ein wesentlicher Bestandteil des Hochschulprofils. Dadurch kann die Akkon Hochschule Themen aus der Praxis wissenschaftlich begleiten und Erkenntnisse stärker in die Lehre zurückspielen.
Das im Text genannte Institute for Research in International Assistance steht exemplarisch für diesen Ansatz. Es zeigt, dass die Hochschule nicht nur ausbildet, sondern auch Fragestellungen aus Krisenmanagement und humanitärer Hilfe wissenschaftlich bearbeitet.
FAQ zur Akkon Hochschule
Was ist die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften?
Es handelt sich um eine staatlich anerkannte Hochschule in Berlin mit Schwerpunkt auf Medizin, Pflege, Soziales, humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz.
Warum ist die Akkon Hochschule besonders?
Sie gilt als erste und bislang einzige Hochschule einer Hilfsorganisation in Deutschland und verbindet Wissenschaft mit einem starken Praxisbezug.
Für wen eignet sich ein Studium dort?
Vor allem für Menschen, die in gesundheitsbezogenen, sozialen oder humanitären Arbeitsfeldern tätig werden möchten oder bereits berufliche Erfahrungen mitbringen.
Was bedeutet das 15-jährige Jubiläum?
Das Jubiläum markiert die Entwicklung von einer kleinen Gründung mit erstem Studiengang hin zu einem breiteren Hochschulangebot mit mehreren Bachelor- und Masterstudiengängen.
Worauf Interessierte bei der Studienwahl achten können
- Passt der inhaltliche Schwerpunkt zu meinem Berufsziel?
- Suche ich ein eher praxisnahes oder ein stärker forschungsorientiertes Studium?
- Ist mir ein flexibles Lernformat wie das Hybrid-Konzept wichtig?
- Interessieren mich besonders Rettungsdienst, Pflege, Soziales oder humanitäre Hilfe?
Diese Fragen helfen dabei, das Angebot der Hochschule besser einzuordnen und die passende Studienrichtung zu finden.
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