Bezieht man zum ersten Mal eine Studenten-WG, handelt es sich dabei um einen wichtigen Meilenstein. Die Vorfreude auf die selbstständige Alltagsgestaltung abseits des Elternhauses ist oft sehr groß. Doch darf man beim Beziehen der Wohngemeinschaft die Einrichtung nicht vernachlässigen. Immerhin ist es nur so möglich, in der Wohnung nachhaltig für Komfort zu sorgen.
Vor dem Einrichten: gemeinsam planen und Prioritäten setzen
Bevor neue Möbel gekauft oder Dekoration ausgesucht wird, sollten alle Mitbewohner kurz klären, was in der WG wirklich gebraucht wird. Sinnvoll ist es, die wichtigsten Räume nacheinander zu betrachten: Was fehlt im Wohnzimmer, was in der Küche und was im eigenen Zimmer? So lassen sich Doppelkäufe vermeiden und die Einrichtung bleibt einheitlich.
Außerdem sollte man früh festlegen, wer welche Anschaffungen bezahlt und wem die Gegenstände später gehören. Gerade bei Gemeinschaftsmöbeln ist es wichtig, gemeinsam zu entscheiden, welche Stücke möglichst neutral, robust und für alle praktisch sein sollen. Wer die Planung sauber macht, spart am Ende nicht nur Geld, sondern auch Diskussionen.
Das Wichtigste in Kürze
- Besondere Aufmerksamkeit sollte man beim Einrichten der WG dem Gemeinschaftsraum zukommen lassen.
- Vor dem Kauf der Einrichtungsgegenstände ist das Budget zu berücksichtigen.
- Kleine Räume sind thematisch einzurichten, um optisch für Stimmigkeit zu sorgen.
- Möbel müssen nicht nur dekorativ, sondern vor allem funktional sein.
- Will man Geld sparen und kreativ werden, kann man Stühle und Tische selbst bauen.
Den Gemeinschaftsraum gemeinsam gestalten
Der Gemeinschaftsraum sollte vor allem praktisch, robust und für mehrere Personen geeignet sein. Hier zählen bequeme Sitzplätze, gute Nutzbarkeit und eine Einrichtung, mit der sich alle wohlfühlen können.
Das eigene Zimmer darf persönlicher gestaltet werden. Dort stehen Rückzug, Ordnung und eine Einrichtung im Vordergrund, die zum eigenen Alltag passt. Wer diesen Unterschied beachtet, plant gezielter und vermeidet, dass Räume zwar schön aussehen, aber im Alltag wenig nützen.
Das Gesicht einer WG ist immer der Gemeinschaftsbereich. Oft handelt es sich dabei um Flur, Wohnzimmer und Küche. Diese Räume kriegen immerhin auch Besucher zu Gesicht.
Bequemlichkeit und Funktionalität werden in diesen Zimmern großgeschrieben. Während die Möbel ansehnlich sein sollen, müssen sie auch moderaten Belastungen standhalten. So tätigt man mit ihnen immerhin eine langfristige Investition.
Viele WGs setzen im gemeinsamen Wohnzimmer auf eine große Couch. Auf ihr können sich die Bewohner entspannen, während bei Bedarf auch etwaiger Besuch auf ihr Platz findet.
Ist die Küche groß genug, kann man sie nicht nur zum Zubereiten von Speisen verwenden – durch Sitzgelegenheiten lassen sich kleine Mahlzeiten dort sofort verzehren.
Auf kleiner Fläche für Komfort sorgen
Gemütlichkeit entsteht nicht nur durch Möbel, sondern auch durch die Wirkung von Licht und Materialien. Eine WG wirkt oft wohnlicher, wenn weiche Textilien, ein paar Kissen oder ein kleiner Teppich eingesetzt werden. Auch eine durchdachte Beleuchtung kann dazu beitragen, dass Räume freundlicher und ruhiger wirken.
Wichtig ist dabei, es nicht zu übertreiben: Gerade in einer Studenten-WG reicht oft schon eine kleine Auswahl an passenden Elementen, um den Raum wärmer und einladender wirken zu lassen.
Will man sein Zimmer umgestalten, steht man vor der Herausforderung, das Beste aus einem kleinen Raum herauszuholen. Es bieten sich platzsparende Klappmöbel, Hochbetten oder Hängeregale an, um Raum zu gewinnen.
Der Komfort lässt sich beispielsweise auch mit Zimmerpflanzen leicht steigern. Mittlerweile sind sowohl große als auch kleine, kompakte Exemplare erhältlich. Dabei haben die Gewächse nicht nur dekorativen Charakter, sondern sie verbessern auch die Raumluft.
Man muss sich bei der Inneneinrichtung selbstverständlich nicht auf Pflanzen beschränken. Doch gilt in kleinen Räumen immer der Leitsatz: Weniger ist mehr. Daher sollte man nicht zu viele Dekorationen und Möbelarten miteinander kombinieren.
Idealerweise überlegt man sich im Vorfeld ein Thema und sucht die Möbelstücke gemäß diesem aus. In diesem Kontext empfiehlt es sich ebenfalls, einen dominanten Farbton zu wählen. Auf diese Weise schafft man ein stimmiges Gesamtbild und Gemütlichkeit.
Für weitere Anregungen finden sich übrigens viele Ratgeber zum Thema Wohnen im Internet.
Der Kreativität freien Lauf lassen
Besonders junge Menschen werden bei der Raumgestaltung gerne kreativ. Sie entscheiden sich oft dafür, einige Einrichtungsgegenstände selbst herzustellen. Upcycling wird großgeschrieben! Mit dieser Vorgehensweise spart man Geld, wobei man der Wohnung gleichzeitig eine individuelle Note verleiht.
Äußerst beliebte und vielseitige Werkstücke sind in diesem Kontext Paletten. Sie lassen sich nämlich leicht bearbeiten und sind obendrein widerstandsfähig. Des Weiteren kann man aus mehreren Paletten Tische und Stühle bauen.
Für ein solch umfangreicheres Projekt brauchen Mitbewohner natürlich Geduld und ausreichend handwerkliches Geschick. Traut man sich an das Zusammenbauen der Möbel als WG heran, schweißt dieses Vorhaben alle oft zusammen. Am Ende darf man sich sowohl über neue Möbelstücke als auch über ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl freuen. Man schlägt auf diese Weise gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.
Anleitungen zum Bau von Palettenmöbeln findet man heute online. Dank Ihnen können sich selbst Laien an das Vorhaben heranwagen.
Das Budget im Blick behalten
Damit eine WG dauerhaft gemütlich bleibt, sollten die Mitbewohner nicht nur Möbel aussuchen, sondern auch einfache Regeln für Ordnung und Pflege festlegen. Dazu gehört zum Beispiel, wer für welche Bereiche zuständig ist und wie gemeinsam genutzte Möbel behandelt werden.
Solche Absprachen sorgen dafür, dass die Einrichtung länger schön bleibt und sich alle im Alltag besser organisieren können.
Typische Fehler beim Einrichten einer Studenten-WG
Zu den häufigsten Fehlern gehört es, Möbel nur nach dem Aussehen auszuwählen und Funktionalität zu vernachlässigen. Ebenfalls problematisch ist es, den Gemeinschaftsraum zu überladen oder zu viele verschiedene Stile miteinander zu mischen.
Auch beim Budget passieren schnell Fehler: Wenn Anschaffungen nicht vorher abgestimmt werden, kann es zu unnötigen Dopplungen oder Streit über Kosten kommen. Deshalb sollten Mitbewohner möglichst früh entscheiden, welche Möbel gemeinsam gekauft werden und welche nur für den eigenen Bereich gedacht sind.
Studenten stehen oft nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung. Um sich nicht mit zu hohen Ausgaben herumschlagen, sollte man zuerst ein Budget für die Einrichtung aufstellen.
Soll ein Gemeinschaftsraum neu gestaltet werden, müssen sich natürlich alle Mitbewohner an den Ausgaben beteiligen. Dafür haben alle Personen bezüglich dessen Gestaltung auch ein Mitspracherecht.
Bei der Einrichtung eines privaten Bereichs gestaltet sich der Prozess einfacher. Hier bestimmt man selbst, welche Gestaltungselemente zur Anwendung kommen. Da man die Ausgaben aber selbst trägt, sollte man beim Kauf der Einrichtungsgegenstände mit Bedacht vorgehen.
Fazit – auf die Planung kommt es an
Das Einrichten einer Studenten-WG stellt alle Mitbewohner vor eine Herausforderung. Nicht nur müssen diese ein Budget aufstellen, sondern sie sollten sich auch bezüglich des Innenraumdesigns einigen. Aus diesem Grund ist die Einrichtung der Gemeinschaftsräume immer gemeinsam zu planen. In den Privatbereichen hat man in puncto Innenraumgestaltung mehr Spielraum. Allerdings schlägt man sich hier mit einem begrenzten Platzangebot herum. Daher ist bei der Einrichtung eine klare Linie zu verfolgen. Der Komfort lässt sich im Zimmer oft mit nur geringen Anpassungen und Ergänzungen maximieren.
Checkliste: Was in einer gemütlichen Studenten-WG nicht fehlen sollte
- Bequeme Sitzgelegenheiten für den Gemeinschaftsraum
- Ausreichend Stauraum, damit nichts dauerhaft herumliegt
- Eine klare Lösung für Tisch, Licht und Ablageflächen
- Wenige, gut passende Deko-Elemente statt zu vieler Kleinteile
- Praktische Möbel, die mehrere Funktionen übernehmen können
- Eine einfache Abstimmung darüber, was allen wichtig ist
Wer diese Punkte vor dem Einkauf durchgeht, richtet die WG meist schneller, günstiger und harmonischer ein.
FAQ: Häufige Fragen zur gemütlichen Studenten-WG
Was sollte man in einer WG zuerst einrichten?
Am wichtigsten sind die Räume, die alle gemeinsam nutzen. Dazu gehören vor allem Küche, Flur und Wohnzimmer. Danach kann man die privaten Zimmer nach Bedarf einrichten.
Wie richtet man eine kleine WG gemütlich ein?
Bei wenig Platz helfen reduzierte Möbel, klare Farben und wenige, gut ausgewählte Deko-Elemente. Praktisch sind außerdem Möbel mit zusätzlicher Funktion, etwa Stauraum oder klappbare Lösungen.
Wie bleibt die Einrichtung bezahlbar?
Ein vorher festgelegtes Budget und eine gemeinsame Abstimmung über Gemeinschaftsmöbel helfen, unnötige Ausgaben zu vermeiden. Für einzelne Bereiche kann man außerdem kreativ werden und selbst bauen oder upcyceln.
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