Die Mechatronik-Studierenden der Hochschule Aalen beteiligten sich erfolgreich am „Packaging Valley Makeathon“, einem Innovationswettbewerb für Nachwuchstalente. Dabei erarbeiteten sie innovative und nachhaltige Lösungsansätze für eine konkrete industrielle Aufgabenstellung.
Der Makeathon ist damit nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch ein Praxisformat, das den Transfer zwischen Hochschule und Industrie sichtbar macht. Für Leserinnen und Leser entsteht so ein klarer Zusammenhang zwischen Studium, Projektarbeit und konkreten Anwendungsfeldern der Mechatronik.
Makeathons sind Innovationswettbewerbe, bei denen Teams in einem zeitlich begrenzten Rahmen Lösungen für Aufgabenstellungen aus der industriellen Praxis entwickeln. Sie verbinden den Gedanken eines Teamwettbewerbs für Nachwuchstalente mit praktischer Lernerfahrung und einer konkreten industriellen Aufgabenstellung. Die Mechatronik-Studierenden der Hochschule Aalen nahmen erfolgreich am „Packaging Valley Makeathon“ teil, der von der ITQ GmbH, dem Packaging Valley Cluster und mehreren Unternehmen ausgerichtet wird.
Was ist ein Makeathon?
Ein Makeathon verbindet Wettbewerb, Teamarbeit und praktische Entwicklung in einem kompakten Zeitrahmen. Teilnehmende arbeiten in kleinen Gruppen an einer konkreten Aufgabenstellung, strukturieren ihre Ideen, entwickeln erste Lösungsansätze und präsentieren diese am Ende in kurzer Form vor einer Jury oder einem Fachpublikum.
Für Studierende ist das Format besonders wertvoll, weil es nicht nur Fachwissen, sondern auch Zusammenarbeit, Kommunikation und schnelles Problemlösen fördert. Gleichzeitig erhalten sie einen Einblick in reale Anforderungen aus der Industrie.
Dr. Rainer Stetter, Geschäftsführer der ITQ GmbH und Initiator des Makeathons, betonte die Bedeutung der kreativen Lösungsfindung, des Teamerfolgs und der Prototypenherstellung. Studierende, Start-ups, Fachkräfte und Technikbegeisterte trafen sich an verschiedenen Orten, um gemeinsam an Lösungen für Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Verpackungsmaschinenbau zu arbeiten.
Die Hochschule Aalen konzentrierte sich auf die Entwicklung einer neuartigen, nachhaltig gestalteten und kreislauffähigen Verpackung aus Karton. Das Team setzte sich intensiv mit agilen Entwicklungsmethoden auseinander und präsentierte Zwischenergebnisse in Form von Pitches vor einer Jury.
Wie lief die Arbeit im Team ab?
Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Bearbeitung einer klar abgegrenzten Entwicklungsaufgabe. Das Team musste Ideen sammeln, sie unter Zeitdruck strukturieren und in eine nachvollziehbare Lösung überführen. Typisch für ein solches Format sind kurze Abstimmungsphasen, schnelle Entscheidungen und die fortlaufende Überprüfung, ob die Lösung zur Aufgabenstellung passt.
Die Präsentation der Zwischenergebnisse in Form von Pitches half dabei, den Entwicklungsstand früh zu reflektieren und Feedback gezielt in die weitere Arbeit einzubinden.
Die Studierenden erhielten auch Brancheninformationen zur Verpackungstechnik, einer Schlüsseldisziplin der modernen Mechatronik und Automatisierungstechnik. Produkte im Handel erfordern effiziente Verpackungsprozesse, und Mechatroniker spielen eine entscheidende Rolle in der Automatisierung dieser Prozesse.
Die als Teamcoaches teilnehmenden Professoren Dr. Peter Eichinger, Dr. Bernhard Höfig, Dr. Ulrich Schmitt und Dr. Markus Glück zeigten sich begeistert von den Wettbewerben. Prof. Dr. Peter Eichinger betonte die Bedeutung dieser Wettbewerbe als eine Verbindung von Lernen, kreativer Arbeit und teamorientierter Entwicklungsaufgaben. Er betonte, dass diese Form der gemeinsamen Lösungsfindung weiterhin gefördert und im Rahmen der Studienangebote ausgebaut wird.
Zu diesem Wintersemester wurden auch neue Schwerpunkte der Mechatronik eingeführt: Medizintechnik, Robotik und Nachhaltigkeitstechnologien.
Das Projekt passt damit gut zu den erweiterten Studieninhalten, weil es mehrere Perspektiven zusammenführt: technische Entwicklung, nachhaltige Lösungen und den praktischen Umgang mit komplexen Aufgaben. Genau diese Verbindung macht Formate wie den Makeathon für die Ausbildung besonders wertvoll.
Basierend auf einer Pressemitteilung von Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft vom 24.11.2023
Warum solche Wettbewerbe für Studierende wichtig sind
Formate wie der Packaging Valley Makeathon verbinden Studium und Praxis auf direkte Weise. Studierende trainieren dabei nicht nur fachliche Inhalte aus Mechatronik und Automatisierung, sondern auch Projektorganisation, Abstimmung im Team und die verständliche Darstellung von Ergebnissen.
Gerade bei offenen Entwicklungsaufgaben lernen sie, technische Anforderungen zu priorisieren, mit Unsicherheiten umzugehen und eine Idee so weiterzuentwickeln, dass sie in einem industriellen Kontext nachvollziehbar bleibt.
Nachhaltigkeit als Entwicklungsziel
Die Arbeit an einer kreislauffähigen Kartonverpackung zeigt, dass technische Innovation und Ressourcenschonung zusammen gedacht werden können. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Funktion der Verpackung, sondern auch die Frage, wie Materialien möglichst sinnvoll eingesetzt und für weitere Nutzungsschritte mitgedacht werden.
Solche Projekte machen deutlich, dass Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich bereits in der Konzeptphase beginnt: bei der Materialwahl, der Konstruktion und der Frage, wie sich eine Lösung in bestehende Produktions- und Nutzungsketten einfügt.
Typische Herausforderungen bei Makeathons
Bei einem Makeathon treffen mehrere Anforderungen aufeinander: begrenzte Zeit, eine komplexe Aufgabenstellung und der Anspruch, im Team eine tragfähige Lösung zu finden. Hinzu kommt, dass Ideen schnell bewertet, angepasst oder auch verworfen werden müssen.
Gerade daraus entsteht aber der Lernwert: Studierende erleben, wie wichtig klare Rollen, gute Kommunikation und eine strukturierte Vorgehensweise sind, wenn am Ende ein präsentationsfähiges Ergebnis entstehen soll.
FAQ zum Packaging Valley Makeathon
Was ist das Besondere an einem Makeathon?
Ein Makeathon verbindet Wettbewerb, Praxisbezug und Teamarbeit in einem kompakten Format. Dadurch entstehen Lösungen nicht theoretisch, sondern direkt entlang einer konkreten Aufgabenstellung.
Welche Rolle spielt die Hochschule Aalen dabei?
Die Mechatronik-Studierenden der Hochschule Aalen beteiligten sich mit einem eigenen Projekt und arbeiteten an einer nachhaltigen Verpackungslösung aus Karton.
Welche Kompetenzen werden in so einem Format gefördert?
Im Vordergrund stehen technisches Verständnis, kreative Problemlösung, Teamarbeit und die Fähigkeit, Arbeitsergebnisse verständlich zu präsentieren.
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