Die Energie in den Räumen der Campus Founders auf dem Heilbronner Bildungscampus ist am Abend des großen Finals deutlich zu spüren, als mehr als 100 Menschen gespannt darauf warten, welche Ergebnisse die Projektteams nach 14 Wochen harter Arbeit beim Pitching-Contest präsentieren werden. Aufgeregte Studierende bereiten sich vor, sortieren ihre Präsentationskarten und üben ihre Texte.
Der Pitching Contest, der in zwei Runden mit jeweils drei Teams stattfindet, beginnt schließlich.
Ablauf und Format des Pitching Contests
Der Wettbewerb folgt einem klaren Aufbau: Zunächst treten die Teams in mehreren Runden an, bevor am Ende die Preise vergeben werden. Für das Publikum macht diese Struktur nachvollziehbar, wie aus ersten Ideen konkrete Präsentationen werden und warum neben der inhaltlichen Qualität auch ein überzeugender Auftritt wichtig ist.
Gerade bei einem Pitch zählt nicht nur die Idee selbst, sondern auch, wie ein Team sein Projekt in kurzer Zeit verständlich erklärt. Der Abend zeigt damit exemplarisch, wie aus Zusammenarbeit, Vorbereitung und Präsentation ein gemeinsamer Wettbewerb auf Augenhöhe entsteht.
Jedes Team hat fünf Minuten Zeit, um das Publikum, die Jury und die Unternehmensvertreter von sich zu begeistern. Sindi Teqja, eine Studentin am TUM Campus Heilbronn, erzählt, dass sie und ihr Team, „Revolution“ genannt, nervös waren und bis kurz vor ihrem Pitch geübt haben. Doch als sie auf der Bühne standen, war die Nervosität wie weggeblasen. Ihr Projekt wurde von Porsche in Auftrag gegeben, und das Team besteht aus drei Studierenden der TUM und einer Vertreterin der Hochschule Heilbronn, Lissie Wiest.
Obwohl ursprünglich 16 Teams in 4 Business Challenges gestartet waren, die von Porsche, ebm-papst, der Dieter Schwarz Stiftung und i2M gestellt wurden, hatten sich im Halbfinale nur vier Teams direkt qualifiziert, eines pro Sponsor, sowie zwei Wildcards, die von den Campus Founders ausgewählt wurden.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
Pitch bedeutet, eine Idee in sehr kurzer Zeit überzeugend vorzustellen. Jury steht für die bewertende Gruppe, die Projekte nach ihrem Auftritt auswählt. Eine Business Challenge ist eine konkrete Aufgabenstellung aus dem Unternehmenskontext, an der Studierende gemeinsam arbeiten.
Die Mischung aus Wettbewerb, Praxisaufgabe und Präsentation macht das Format für Hochschulen und Partnerunternehmen gleichermaßen interessant: Die Teams üben, komplexe Inhalte prägnant zu vermitteln, und die Unternehmen erhalten Einblicke in kreative Lösungsansätze.
Der Jurypreis ging an das Team „Bridge“, das die Vielfalt der Bildungseinrichtungen auf dem Bildungscampus und darüber hinaus repräsentiert.
Wie Jury- und Publikumspreis einzuordnen sind
Der Jurypreis würdigt vor allem die fachliche Qualität des Konzepts, die Plausibilität der Umsetzung und die Stärke des gesamten Auftritts. Der Publikumspreis dagegen zeigt, welches Team die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seiner Präsentation besonders erreicht hat.
Gerade bei einem Pitch-Finale ist diese Unterscheidung sinnvoll: Ein Projekt kann inhaltlich überzeugen und zugleich auf der Bühne unterschiedlich wirken. Das macht das Ergebnis vielfältiger und spiegelt mehrere Perspektiven auf die Teams wider.
Das Team hatte für die Dieter Schwarz Stiftung ein Konzept entwickelt, wie die Mitglieder des Ökosystems Brücken zueinander bauen können. Sie haben einen App-Prototyp entwickelt, der die Vernetzung für die Nutzer einfach macht und die Jury überzeugte.
Praxisbeispiel: Vernetzung auf dem Bildungscampus
Am Beispiel von „Bridge“ wird deutlich, wie aus einer abstrakten Aufgabe ein greifbarer Lösungsansatz werden kann. Der entwickelte Prototyp setzt genau dort an, wo viele Campus-Ökosysteme vor ähnlichen Herausforderungen stehen: Kontakte sichtbar machen, Ansprechpersonen auffindbar machen und Zusammenarbeit erleichtern.
Für Leserinnen und Leser wird dadurch nachvollziehbar, warum das Team die Jury überzeugen konnte: Nicht nur die Idee, sondern auch die konkrete Nutzbarkeit des Vorschlags war entscheidend.
Julia Väth, Pressesprecherin der Dieter Schwarz Stiftung, und Daniel Gottschald, Geschäftsführer der TUM Campus Heilbronn gGmbH, sind von den Ergebnissen und dem Engagement der Studierenden begeistert und betonen, dass sie einen enormen Entwicklungssprung gemacht haben.
Die Teilnahme an der Corporate Campus Challenge kann den Weg für zukünftige Erfolge ebnen, wie die TUM-Absolventen Samuel Keitel, Tim Findeiss und Stael Wilfried Tchinda Kuete zeigen.
Warum solche Wettbewerbe für Studierende relevant sind
Solche Formate verbinden akademisches Arbeiten mit unternehmerischem Denken. Für die Teams bedeutet das, Ideen unter Realbedingungen zu entwickeln, Rückmeldungen aus der Praxis zu erhalten und die eigene Präsentationsfähigkeit zu stärken.
Der Beitrag macht deutlich, dass dabei nicht nur einzelne Gewinner im Mittelpunkt stehen. Auch der Lernfortschritt, die Zusammenarbeit über Hochschulgrenzen hinweg und der Kontakt zu Unternehmen sind zentrale Ergebnisse des Abends.
Ihr Start-up „Senior Consultant“ möchte Arbeitnehmern über 60 Jahren ermöglichen, für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Die drei teilen ihre Erfahrungen und erzählen von ihrer Reise nach Silicon Valley, wo sie an einem der bekanntesten Accelerator-Programme teilnahmen. Ihr Rat für neue Herausforderer: „Beginnen Sie so früh wie möglich mit Vertrieb. Eine gute Idee allein reicht nicht für ein erfolgreiches Business.“
Der Abend endet mit der Vergabe von drei weiteren Preisen, darunter der Publikumspreis, der an „Fantastic“ für ihren kreativen Auftritt vergeben wird. Alle Preisträger und Teilnehmer feiern gemeinsam bei einer großen Party und stoßen auf den Erfolg an. Es wird deutlich, dass es hier keine Verlierer gibt, und die Zukunft wird zeigen, welche Projekte weiterverfolgt werden. Dieses Event könnte der Startschuss für das nächste erfolgreiche Start-up sein.
Basierend auf einer Pressemitteilung von TUM Campus Heilbronn gGmbH vom 29.01.2024
Typische Herausforderungen beim Pitchen
Der Beitrag zeigt bereits, dass gute Vorbereitung gegen Nervosität hilft. Typische Herausforderungen bei einem Pitch sind vor allem eine klare Zeiteinteilung, ein verständlicher Einstieg und die Konzentration auf das Wesentliche.
Wer vor Publikum präsentiert, muss Inhalte nicht nur fachlich sauber, sondern auch gut strukturiert vermitteln. Genau deshalb sind Proben, ein klarer roter Faden und ein sicherer Abschluss für Teams besonders wichtig.
FAQ zum Finale des Pitching Contests
Was ist ein Pitching Contest?
Ein Wettbewerb, bei dem Teams ihre Ideen in kurzer Zeit vor Jury und Publikum präsentieren.
Wie viele Teams waren beteiligt?
Im Beitrag ist von 16 Teams in vier Business Challenges die Rede.
Wer stellte die Aufgaben?
Die Business Challenges kamen von Porsche, ebm-papst, der Dieter Schwarz Stiftung und i2M.
Welche Preise wurden vergeben?
Genannt werden der Jurypreis, der Publikumspreis und weitere Auszeichnungen für die teilnehmenden Teams.
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