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Hochschul-News

Kindheitspädagogische Studiengänge für Erzieher:innen

aktualisiert: 6. Juli 2026 12:56
K800_erzieher © lordn / stock.adobe.com

An der Hochschule Koblenz sind die berufsbegleitenden Fernstudiengänge Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit (B.A.) sowie Pädagogik der Frühen Kindheit (B.A.) zum kommenden Sommersemester 2024 nicht mehr zulassungsbeschränkt. Die Anzahl der Studierenden ist nicht mehr begrenzt, und bis zum 15. Januar 2024 können sich alle Interessierten beim zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bewerben: www.zfh.de/anmeldung.

Voraussetzungen, Bewerbung und Studienorganisation

Für die Bewerbung ist entscheidend, welcher Studiengang zur beruflichen Ausgangssituation passt und ob die formalen Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind. Der Beitrag zeigt bereits, dass die Bewerbung über das zfh abgewickelt wird und die Studienangebote berufsbegleitend organisiert sind.

Für Leser:innen ist außerdem hilfreich zu wissen, dass berufsbegleitende Fernstudiengänge meist eine gute Selbstorganisation erfordern. Wer neben der Arbeit studiert, sollte den zeitlichen Aufwand, die Vereinbarkeit mit Diensten und die persönliche Belastbarkeit realistisch einschätzen.

Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit (B.A.): Dieses Fernstudienangebot richtet sich an Kita-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereits Leitungsfunktionen in Kindertageseinrichtungen innehaben oder anstreben. Die Besonderheit des Studiengangs liegt in der Berufsintegration durch die konsequente Verbindung von Theorie und Praxis. Die Studiengangsleitung betont, dass viele Studierende während ihres Studiums bereits ihre Arbeitsstellen gewechselt haben und Absolventen Leitungspositionen in Kindertageseinrichtungen übernommen haben.

Pädagogik der Frühen Kindheit (B.A.): Dieser Studiengang richtet sich an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher. Ziel ist es, sie zu qualifizieren, Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebote in Kindertagesstätten wissenschaftlich und theoretisch fundiert sowie bedürfnisgerecht zu planen, umzusetzen und auszuwerten. Der Studiengang hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern, und nach Abschluss eröffnen sich vielfältige Arbeitsfelder in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Trägerorganisationen und -verbänden.

In beiden Fernstudiengängen besteht die Möglichkeit, die staatliche Anerkennung zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen zu erwerben. Die Hochschule Koblenz führt die berufsbegleitenden Fernstudiengänge in Kooperation mit dem zfh durch.

Weitere Informationen sind verfügbar unter: www.zfh.de/bachelor/bildungsmanagement/, www.zfh.de/bachelor/paedagogik/ und www.kita-studiengang.de.

Basierend auf einer Pressemitteilung von zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund vom 04.01.2024

Für wen sich die beiden Studiengänge jeweils eignen

Die beiden Fernstudiengänge sprechen unterschiedliche Ausgangslagen an: Wer bereits in einer Leitungsfunktion arbeitet oder eine solche Rolle anstrebt, findet im Studiengang mit Schwerpunkt frühe Kindheit vor allem einen Management- und Organisationsbezug. Wer als staatlich anerkannte:r Erzieher:in die pädagogische Arbeit in der frühen Kindheit wissenschaftlich vertiefen möchte, ist mit Pädagogik der Frühen Kindheit besser angesprochen.

Für die Studienwahl ist daher vor allem wichtig, ob der Schwerpunkt eher auf Leitung, Steuerung und Organisation oder auf pädagogischer Fachlichkeit und Bildungsarbeit liegt.

Unterschiede zwischen Bildungsmanagement und Pädagogik der Frühen Kindheit

Obwohl beide Angebote in der frühen Kindheit verortet sind, setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte. Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit verbindet pädagogische Arbeit mit organisatorischen und leitungsbezogenen Aufgaben. Pädagogik der Frühen Kindheit konzentriert sich stärker auf die wissenschaftlich fundierte Planung, Umsetzung und Auswertung von Bildungs-, Betreuungs- und Förderangeboten.

Wer sich zwischen beiden Studiengängen entscheiden möchte, sollte daher prüfen, ob der berufliche Fokus eher auf Führung, Koordination und Teamverantwortung oder auf pädagogischer Entwicklung, Diagnostik und Fachpraxis liegt.

Praxisbezug und berufliche Perspektiven nach dem Abschluss

Beide Studiengänge sind darauf ausgerichtet, pädagogische Berufspraxis wissenschaftlich zu erweitern. Im Mittelpunkt steht nicht nur fachliches Wissen, sondern auch die Fähigkeit, Angebote zu planen, zu reflektieren und in den Arbeitsalltag von Kindertageseinrichtungen oder Trägern zu übertragen.

Für Erzieher:innen können sich nach dem Abschluss je nach Schwerpunkt neue Aufgaben in Leitung, Konzeptentwicklung, Qualitätsentwicklung, Beratung oder in weiteren Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe ergeben.

Typische Fragen vor der Studienentscheidung

Ist der Studiengang eher für Leitung oder für pädagogische Fachpraxis gedacht?
Das hängt vom Schwerpunkt ab: Bildungsmanagement ist stärker leitungs- und organisationsbezogen, Pädagogik der Frühen Kindheit stärker fachlich-pädagogisch.

Wer kann sich besonders angesprochen fühlen?
Vor allem staatlich anerkannte Erzieher:innen sowie Kita-Beschäftigte, die ihre Qualifikation ausbauen möchten.

Warum ist ein Fernstudium sinnvoll?
Weil sich Beruf und Studium besser verbinden lassen und die Inhalte in der Praxis mitgedacht werden können.

Welche beruflichen Perspektiven gibt es?
Je nach Studiengang können Leitung, fachliche Vertiefung und weitere Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe interessant werden.

Typische Fehler bei der Studienwahl

Ein häufiger Fehler ist, beide Studiengänge als austauschbar zu betrachten. Wer vor allem Leitungsaufgaben anstrebt, braucht einen anderen Fokus als jemand, der die pädagogische Arbeit in der frühen Kindheit wissenschaftlich vertiefen möchte.

Ebenfalls problematisch ist es, die Vereinbarkeit mit dem Berufsalltag zu unterschätzen. Gerade bei berufsbegleitenden Fernstudiengängen sollte vorab geklärt werden, wie gut sich Studium, Arbeit und persönliche Belastung miteinander verbinden lassen.

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