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Schule

Lerncamps bereiten Schülern auf neues Schuljahr vor

aktualisiert: 25. Juli 2026 14:39
Eine Gruppe Schüler
Eine Gruppe Schüler © Studio Romantic /stock.adobe.com

Mehr als 1.000 Schüler und Schülerinnen nahmen an den Lerncamps teil, wodurch sie gut vorbereitet ins kommende Schuljahr starten werden, erklärte Bildungsminister Armin Schwarz am Montag in Wiesbaden. Die Lerncamps sollen ergänzend zum regulären Unterricht helfen, Lernrückstände aufzuholen, auf Prüfungen vorzubereiten und die Motivation sowie die Fähigkeit zum selbstständigen und effektiven Lernen zu stärken.

Die Lerncamps ergänzen den Unterricht in den Ferien und setzen genau dort an, wo im Schulalltag oft wenig Zeit bleibt: beim gezielten Wiederholen, Üben und Stabilisieren von Lerninhalten. Anders als reguläre Unterrichtsstunden sind sie meist stärker auf kleine Lerngruppen, individuelle Förderung und praktische Übungen ausgerichtet. Für Eltern und Schüler bedeutet das: Es geht nicht um zusätzlichen Leistungsdruck, sondern um einen strukturierten Neustart mit klaren Lernzielen.

Der Bildungsminister betonte, dass den Schulen ein erheblicher Freiraum für die Gestaltung kreativer und pädagogisch wertvoller Programme eingeräumt werde, die speziell auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt sind. Er hob den Erfolg der Lerncamps hervor und wies darauf hin, dass seit dem Jahr 2020 etwa 60.000 Schüler von insgesamt 1.526 Lerncamps profitiert haben. Diese kostenlosen Angebote, finanziert vom Kultusministerium, werden in den Ferien von vielseitigen Teams durchgeführt, die sich aus Schulpersonal, Lehramtsstudierenden, Lehrkräften im Vorbereitungsdienst und pensionierten Lehrkräften zusammensetzen. Ziel ist es, den Schülern ganzjährig kontinuierliche Unterstützung zu bieten.

Zusätzlich konnten Grundschüler im Rahmen des Projekts „Deutschsommer – Ferien, die schlau machen!“ ihre Deutschkenntnisse gezielt verbessern. Dieses Programm, initiiert von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt und unterstützt vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chance, findet jährlich in den ersten drei Wochen der Sommerferien statt. Es bietet Drittklässlern mit Deutschförderbedarf die Gelegenheit, ihre Sprachfähigkeiten in Kleingruppen, durch Theaterstunden und Freizeitaktivitäten zu verbessern. Seit dem Start des Programms im Jahr 2020 haben bereits 1.820 Schüler davon profitiert, und im Sommer 2024 nahmen rund 450 Schüler am Deutschsommer teil.

Neben den Lerncamps und dem Deutschsommer hatten hessische Schüler auch die Möglichkeit, an weiteren Ferienangeboten teilzunehmen, um ihr Wissen in Biologie, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Sport zu erweitern sowie praktische Fähigkeiten zu erwerben. Auch Ausflüge und Exkursionen standen auf dem Programm. Die Ferienbetreuung durch Schulträger, die jährlich etwa 22.000 Grundschulkinder erreicht, stellt einen weiteren wichtigen Bestandteil des umfassenden Angebots dar.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Hessen/ Veröffentlicht am 19.08.2024

Für wen Lerncamps besonders sinnvoll sind

Lerncamps richten sich vor allem an Schüler, die vor dem neuen Schuljahr noch einmal gezielt Stoff festigen möchten. Besonders hilfreich können sie für Kinder und Jugendliche sein, die Lernlücken ausgleichen, sich auf Klassenarbeiten oder Prüfungen vorbereiten oder wieder mehr Sicherheit im Lernen gewinnen wollen.

Auch für Schüler, denen es schwerfällt, sich nach den Ferien wieder zu strukturieren, können Lerncamps ein guter Übergang sein. Die feste Lernumgebung, klare Tagesabläufe und die Arbeit in Gruppen können dabei helfen, wieder in einen Lernrhythmus zu kommen.

Wie Lerncamps im Alltag aussehen können

Je nach Schule und Angebot können Lerncamps unterschiedlich aufgebaut sein. Typisch sind kurze Wiederholungseinheiten, Übungen in Kleingruppen und Phasen, in denen die Schüler das Gelernte direkt anwenden. So lässt sich zum Beispiel ein Themenbereich aus dem letzten Schuljahr noch einmal systematisch aufarbeiten, bevor der Unterricht wieder beginnt.

Hilfreich ist dabei oft die Mischung aus fachlicher Förderung und motivierenden Programmpunkten. Genau das macht Lerncamps für viele Schüler zugänglicher als reines Wiederholen zuhause.

Unterschiede zwischen Lerncamps, Deutschsommer und anderen Ferienangeboten

Im Beitrag werden verschiedene Formate genannt, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Lerncamps sind vor allem auf allgemeine Lernförderung und die Vorbereitung auf das neue Schuljahr ausgerichtet. Der Deutschsommer konzentriert sich speziell auf die Verbesserung der Deutschkenntnisse von Grundschülern mit Förderbedarf.

Weitere Ferienangebote können wiederum naturwissenschaftliche, technische oder sportliche Schwerpunkte setzen. Für Familien ist deshalb wichtig, das jeweilige Ziel des Angebots zu prüfen: Geht es um Sprachförderung, um fachliche Wiederholung oder um ein breiteres Ferienprogramm mit Lernanteil?

Häufige Fragen zu Lerncamps

Was bringen Lerncamps vor dem neuen Schuljahr?

Lerncamps können helfen, Wissenslücken zu schließen, Routinen zurückzugewinnen und mit mehr Sicherheit in den Unterricht zu starten.

Sind Lerncamps nur für leistungsschwächere Schüler gedacht?

Nein, auch Schüler mit dem Wunsch nach Wiederholung, Struktur oder Prüfungsvorbereitung können davon profitieren.

Wie unterscheiden sich Lerncamps vom normalen Unterricht?

Sie sind meist stärker auf Wiederholung, Übung und individuelle Förderung ausgerichtet und finden ergänzend in den Ferien statt.

Warum sind Ferienangebote wie Lerncamps pädagogisch sinnvoll?

Weil sie Lernprozesse in einer konzentrierten und oft motivierenden Umgebung unterstützen können, ohne den Druck des laufenden Schulbetriebs.

Checkliste: Was vor der Teilnahme an einem Lerncamp wichtig ist

  • Welches Lernziel soll erreicht werden: Wiederholung, Aufholen oder Vorbereitung?
  • Passt das Angebot zum Fach oder Förderbedarf?
  • Wie ist der zeitliche Ablauf während der Ferien organisiert?
  • Gibt es einen klaren Fokus auf Kleingruppen oder individuelle Förderung?
  • Ist das Lerncamp als Ergänzung gedacht und nicht als Ersatz für schulische Förderung?

Typische Missverständnisse bei Lerncamps

Ein häufiges Missverständnis ist, Lerncamps seien nur etwas für schlechte Noten. Tatsächlich können sie auch für Schüler sinnvoll sein, die Lernstoff sichern oder strukturiert in das neue Schuljahr starten möchten.

Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, Ferienförderung müsse wie Schule funktionieren. Gerade der Wechsel aus Lernen, Austausch und Aktivität macht solche Angebote oft besonders wirksam und niedrigschwellig.

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