Derzeit beginnen mindestens 114 Auszubildende ihre Karriere auf deutschen Messeplätzen. Besonders gefragt sind derzeit Berufe wie Veranstaltungskaufleute, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik sowie Fachinformatiker. In diesem Jahr ist die Anzahl der verfügbaren Ausbildungsplätze in der Messewirtschaft leicht angestiegen, während die Zahl der Bewerbungen im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben ist. Noch offen sind aktuell mehrere Ausbildungsplätze in der Messebranche, die sich von Husum bis Freiburg erstreckt. Die meisten Messeunternehmen bieten Ausbildungsplätze an, wie eine aktuelle Erhebung des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA zeigt.
Der Text nennt bereits mehrere gefragte Ausbildungswege. Besonders relevant sind dabei kaufmännische, technische und digitale Profile, weil Messeunternehmen heute nicht nur Veranstaltungen organisieren, sondern auch Technik, Kommunikation und IT zusammenbringen.
Diese Ausbildungsberufe sind in der Messebranche besonders gefragt
Zu den typischen Einstiegsberufen zählen Veranstaltungskaufleute, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik und Fachinformatiker. Je nach Beruf unterscheiden sich die Schwerpunkte deutlich: Während kaufmännische Ausbildungen stärker auf Planung, Organisation und Kundenkontakt ausgerichtet sind, stehen bei technischen Berufen der Auf- und Abbau, die Betreuung von Veranstaltungstechnik und die sichere Umsetzung von Messeformaten im Mittelpunkt. IT-nahe Berufe werden vor allem dort wichtig, wo digitale Messeangebote, Datenmanagement oder technische Lösungen für Aussteller und Besucher eingesetzt werden.
Zusätzlich stehen in der Branche Plätze für duale Studiengänge zur Verfügung. Die angebotenen Fachrichtungen umfassen Messe-, Kongress- und Eventmanagement, Marketingkommunikation, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Softwareentwicklung und Data Science. Etwa 40 neue Studierende beginnen demnächst ihr Studium neben dem Beruf. Auch hier gibt es noch eine Reihe von freien Stellen auf den Messeplätzen zwischen Frankfurt am Main und Leipzig.
Welche dualen Studiengänge passen zur Messewirtschaft?
Die genannten Studienrichtungen zeigen, dass die Messebranche neben klassischen Ausbildungsberufen auch akademische Einstiege bietet. Besonders passend sind Fachrichtungen, die Organisation, Kommunikation, Wirtschaft und digitale Prozesse verbinden. Dazu gehören etwa Messe-, Kongress- und Eventmanagement, Marketingkommunikation, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Softwareentwicklung und Data Science.
Ein duales Studium eignet sich vor allem für Interessierte, die Praxis und Theorie verbinden möchten. Es kann ein sinnvoller Weg sein, wenn später Aufgaben in Projektmanagement, Marketing, Technik, IT oder Veranstaltungssteuerung übernommen werden sollen.
Die Personalverantwortlichen in der Messebranche sehen besondere Herausforderungen bei der Besetzung von Ausbildungs- und Studienplätzen im IT-Bereich. Die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) führen derzeit zu neuen Berufsbildern und steigenden Anforderungen an Kompetenzen, insbesondere in der Informationstechnologie, wie eine weitere Umfrage des AUMA zeigt.
Digitalisierung und KI verändern die Ausbildung in der Messebranche
Die Entwicklung betrifft nicht nur IT-Berufe, sondern auch organisatorische und kaufmännische Aufgaben. Wer in der Messewirtschaft arbeitet, muss zunehmend digitale Tools, datenbasierte Prozesse und neue Kommunikationsformen verstehen. Dadurch entstehen neue Schnittstellen zwischen Technik, Marketing und Veranstaltungsmanagement.
Für Auszubildende und Studierende bedeutet das vor allem: Digitale Grundkenntnisse werden wichtiger, und praktische Erfahrung mit modernen Messeformaten kann ein klarer Vorteil sein.
Der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft, Jörn Holtmeier, betonte, dass Künstliche Intelligenz zusammen mit Robotik sowie Augmented und Virtual Reality zu den technologischen Entwicklungen gehört, die die Messebranche stark beeinflussen werden. Bereits jetzt nutzen etwa 56 Prozent der Messeveranstalter KI-Anwendungen. Die Messe-Teams benötigen daher neue Fähigkeiten, was sich langfristig auf die Inhalte der Ausbildung für angehende Fachkräfte auswirken wird. Der Bedarf an Investitionen in entsprechende Technologien und qualifiziertes Personal wächst in der Messewirtschaft, wie es auch in anderen Wirtschaftsbereichen der Fall ist.
Die Messewirtschaft in Deutschland bietet über 230.000 Arbeitsplätze. Neben den klassischen Berufen wie Veranstaltungskaufleute und Fachkräfte für Veranstaltungstechnik können Interessierte auch über duale Studiengänge oder Hochschulstudiengänge mit Spezialisierung in der Messewirtschaft einsteigen. Der Beginn der Ausbildung erfolgt meist am 1. August oder 1. September, während das Studium in der Regel am 1. Oktober startet. Auch Qualifikationen durch die Industrie- und Handelskammern als geprüfte Veranstaltungsfachwirte oder Meister für Veranstaltungstechnik sind mögliche Wege für eine Karriere in der Messewirtschaft.
Der AUMA, der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., ist der Dachverband der deutschen Messewirtschaft. Er vertritt sowohl national als auch international die Interessen der großen und mittleren Messegesellschaften Deutschlands sowie der internationalen Veranstalter und der Verbände, die Aussteller, Service-Unternehmen und Besucher vertreten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von AUMA e.V. – Verband der deutschen Messewirtschaft / Veröffentlicht am 30.07.2024
Einordnung der Meldung
Die Zahlen und Angaben in diesem Beitrag stammen aus einer Pressemitteilung des AUMA und geben einen aktuellen Überblick über Ausbildungs- und Studienwege in der Messewirtschaft. Der Fokus liegt auf der Branche als Arbeitgeber, den gesuchten Berufsbildern und den Veränderungen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
FAQ zur Ausbildung in der Messebranche
Wann beginnen Ausbildung und Studium in der Messewirtschaft?
Der Beginn der Ausbildung erfolgt meist am 1. August oder 1. September, während duale Studiengänge in der Regel am 1. Oktober starten.
Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es neben der klassischen Ausbildung?
Neben der Ausbildung und dem dualen Studium sind auch Qualifikationen über die Industrie- und Handelskammern möglich, zum Beispiel als geprüfte Veranstaltungsfachwirte oder Meister für Veranstaltungstechnik.
Warum sind IT-Berufe für die Messebranche wichtig?
Weil Digitalisierung, KI und digitale Veranstaltungsformate neue Anforderungen an Technik, Daten und Prozesse schaffen. Deshalb werden IT-Kompetenzen und digitale Kenntnisse in der Branche wichtiger.
Checkliste: Passt die Messebranche zu mir?
- Interesse an Veranstaltungen, Organisation und Teamarbeit
- Freude an technischer Umsetzung oder digitalen Prozessen
- Offenheit für wechselnde Aufgaben und Projekte
- Bereitschaft, mit Ausstellern, Dienstleistern und Besuchern zusammenzuarbeiten
- Interesse an kaufmännischen, technischen oder IT-nahen Tätigkeiten
Wer mehrere Punkte mit Ja beantwortet, findet in der Messewirtschaft oft passende Ausbildungs- oder Studienwege.
Typische Fehler bei der Bewerbung um einen Platz in der Messebranche
Häufig werden kaufmännische, technische und digitale Anforderungen zu stark vermischt, ohne den eigenen Schwerpunkt klar zu benennen. Ebenso wichtig ist es, den Unterschied zwischen Ausbildung, dualem Studium und IHK-Weiterbildung zu verstehen, damit die Bewerbung zum gewünschten Einstieg passt.
Hilfreich ist außerdem, im Anschreiben oder Lebenslauf konkrete Interessen zu nennen, etwa Organisation, Technik, Kommunikation oder IT. So wird schneller erkennbar, welcher Bereich in der Messewirtschaft zum Profil passt.
Begriffe kurz erklärt
AUMA
Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. und vertritt die Interessen der deutschen Messewirtschaft.
Messewirtschaft
Zur Messewirtschaft gehören Messegesellschaften, Veranstalter und die vielen Unternehmen, die Messen organisatorisch, technisch und kaufmännisch ermöglichen.
Duales Studium
Ein duales Studium verbindet akademische Inhalte mit Praxisphasen in einem Unternehmen und ist damit ein möglicher Einstieg in die Messebranche.
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