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Schule

Mit klicksafe Medienkompetenz von Schülern fördern

aktualisiert: 4. Juli 2026 18:03
Schulkinder mit Smartphones
Schulkinder mit Smartphones © Syda Productions /stock.adobe.com

Zum Schulbeginn 2024 stellt klicksafe neue Ratgeber- und Unterrichtsmaterialien für Eltern und Lehrkräfte bereit. Das Informationspaket für den Start ins neue Schuljahr enthält Empfehlungen für eine altersgerechte und sichere Mediennutzung, den Umgang mit digitaler sexueller Gewalt sowie Strategien zum sicheren Umgang mit Fake-News, Betrugsversuchen und Cyberkriminalität.

Der Beginn eines neuen Schuljahres bringt oft den Moment mit sich, in dem viele Kinder ihr erstes Smartphone erhalten. Mit diesen Geräten sind sie ungehindert Zugang zu einer Vielzahl von Ablenkungen wie Spiele-Apps, Messenger-Diensten und sozialen Medien. Gleichzeitig sind sie jedoch auch potenziellen Risiken wie verstörenden Inhalten und Cybermobbing ausgesetzt, die heutzutage zum Alltag in Schulen gehören.

Deshalb ist es besonders wichtig, Kinder bei ihrer Mediennutzung zu begleiten und ihre Medienkompetenz zu fördern. Laut der aktuellen KIM-Studie 2022 nutzen jedoch etwa die Hälfte der Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren das Internet ohne Begleitung, während zwei Drittel der Eltern keine geeigneten Jugendschutzfilter oder Sicherheitseinstellungen aktiviert haben.

Deborah Woldemichael, Leiterin der EU-Initiative klicksafe, betont, dass es für Lehrkräfte und Eltern selbstverständlich sei, mit Schulanfängern über Verkehrssicherheit zu sprechen und den Schulweg zu üben. Jedoch werde oft übersehen, dass Kinder auch im Internet Schutz benötigen. Über Online-Plattformen, Spiele und soziale Medien könnten Kinder und Jugendliche leicht auf sexualisierte oder gewaltverherrlichende Inhalte stoßen. Viele populäre Spiele und soziale Medien nutzen manipulative Designelemente, die zu übermäßiger Nutzung oder Kaufdruck führen und die Unerfahrenheit junger Menschen ausnutzen. Woldemichael hebt hervor, dass es notwendig sei, Kinder nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch im digitalen Raum sicher zu machen.

In diesem Jahr stellt klicksafe daher neue Ratgeber und Materialien für Eltern und pädagogische Fachkräfte zur Verfügung, um die Medienkompetenz aller Beteiligten zu fördern.

Was klicksafe für Schulen und Familien konkret leistet

klicksafe unterstützt beim sicheren, kritischen und altersgerechten Umgang mit digitalen Medien. Für Schulen und Familien bedeutet das vor allem: verständliche Informationen, praxistaugliche Unterrichtsmaterialien und Orientierung bei typischen Risiken im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Der Beitrag zeigt deshalb nicht nur einzelne Publikationen, sondern auch, wie diese im Schulstart und im Unterricht eingesetzt werden können.

Für Grundschulen und weiterführende Schulen gibt es zum neuen Schuljahr folgende neue Materialien von klicksafe:

Für Grundschulen:

Ein neues Faltblatt mit dem Titel „Mediensicher in die Schule“ bietet Eltern von Grundschulkindern praktische Tipps zur sicheren und altersgerechten Gestaltung des Medienkonsums. Das Faltblatt beantwortet häufige Fragen von Eltern und ist zusätzlich in Türkisch, Arabisch und Russisch erhältlich.

Für weiterführende Schulen:

Die neue Publikation „Cybergrooming – sexuelle Gewalt im Internet“ enthält umfassende Arbeitsmaterialien für Schule und Jugendarbeit, um Jugendliche über Cybergrooming aufzuklären, ihnen zu helfen, ihre Grenzen zu erkennen und sich gegen digitale sexuelle Gewalt zu schützen.
Das Lern-Kartenspiel „Bist du sicher?“, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, behandelt Themen wie Online-Shopping, Cybercrime, Apps, Games und soziale Medien.

Zusätzlich gibt es die Materialsammlung „Medienkompetent in allen Klassenstufen“, die für verschiedene Schulformen und Jahrgangsstufen geeignete Materialien enthält. Alle Ressourcen sind unter https://www.klicksafe.de/materialien verfügbar.

klicksafe ist die Medienkompetenz-Initiative der Europäischen Union, die sich für mehr Sicherheit im Internet einsetzt. Mit einem breiten Angebot unterstützt klicksafe beim souveränen und kritischen Umgang mit digitalen Medien. Auf der Website von klicksafe finden pädagogische Fachkräfte, Eltern und interessierte Nutzer*innen aktuelle Informationen und Materialien.

klicksafe ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und Mitglied im Verbund „Safer Internet DE“, zu dem auch die Hotlines internet-beschwerdestelle.de (von eco und FSM), jugendschutz.net und die Helpline Nummer gegen Kummer gehören. In Deutschland wird klicksafe von der Medienanstalt Rheinland-Pfalz koordiniert.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von klicksafe / Medienanstalt RLP/ Veröffentlicht am 22.08.2024

Welche Risiken für Kinder und Jugendliche besonders relevant sind

Gerade beim Einstieg in den Schulalltag treffen Kinder mit Smartphone, Messenger und sozialen Medien auf mehrere Gefahren gleichzeitig. Dazu gehören verstörende Inhalte, Cybermobbing, manipulative Designelemente, Kaufdruck in Apps, Betrugsversuche und digitale sexuelle Gewalt. Für Eltern und Lehrkräfte ist daher wichtig, nicht nur Regeln zu formulieren, sondern die Hintergründe dieser Risiken verständlich zu machen.

So lassen sich die klicksafe-Materialien im Alltag nutzen

Für Eltern können die Materialien als Gesprächsanlass dienen, um Regeln für Smartphone-Nutzung, Apps und Messenger gemeinsam festzulegen. Lehrkräfte können die Arbeitsblätter und Kartenspiele als Einstieg in Unterrichtsgespräche über Sicherheit, Datenschutz, Online-Shopping oder soziale Netzwerke einsetzen. Besonders hilfreich ist es, die Inhalte nicht isoliert, sondern als regelmäßigen Baustein der Medienerziehung zu nutzen.

Wichtige Begriffe kurz erklärt

Cybergrooming beschreibt den Versuch, Kinder und Jugendliche im Internet gezielt anzusprechen und Vertrauen aufzubauen, oft mit manipulativem oder grenzüberschreitendem Ziel. Fake News sind bewusst irreführende oder falsche Informationen. Cybercrime umfasst digitale Straftaten wie Betrug, Datenmissbrauch oder andere Formen von Internetkriminalität. Solche Begriffe verständlich einzuordnen, hilft Kindern, Risiken im Netz besser zu erkennen.

Checkliste für einen sicheren Schulstart mit digitalen Medien

  • Mit Kindern über Apps, Spiele und Messenger sprechen.
  • Gemeinsam Regeln für Bildschirmzeit und Nutzungssituationen festlegen.
  • Jugendschutz- und Sicherheitseinstellungen prüfen.
  • Über verstörende Inhalte, Betrugsversuche und Cybermobbing aufklären.
  • Lehrkräfte als Ansprechpartner für digitale Probleme einbeziehen.
  • Materialien von klicksafe als Gesprächsgrundlage nutzen.

FAQ zu klicksafe und Medienkompetenz im Schulalltag

Für wen sind die Materialien gedacht?

Die neuen klicksafe-Materialien richten sich vor allem an Eltern, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, die Kinder und Jugendliche bei der Mediennutzung begleiten.

Worum geht es in den Materialien?

Im Mittelpunkt stehen sichere Mediennutzung, Cybergrooming, Fake News, Betrugsversuche, Cybercrime sowie der Umgang mit Apps, Games und sozialen Medien.

Warum ist das gerade zum Schulstart relevant?

Zum Schulbeginn werden digitale Geräte und Kommunikationswege im Alltag vieler Kinder wichtiger. Genau dann braucht es Orientierung, Gesprächsanlässe und klare Regeln.

Typische Fehler im Umgang mit Kinder- und Jugendmedien

Ein häufiger Fehler ist es, Kinder allein mit ihren Geräten zu lassen und erst bei Problemen zu reagieren. Ebenfalls problematisch ist es, Sicherheit nur über Verbote zu lösen, ohne Funktionen, Risiken und Chancen gemeinsam zu besprechen. Sinnvoller ist ein begleiteter Umgang, der Regeln, Vertrauen und Aufklärung verbindet.

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