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Schule

Pläne für die Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe

aktualisiert: 29. Juli 2026 19:37
Schüler gehen Treppe runter
Schüler gehen Treppe runter © Christian Schwier /stock.adobe.com

Schulministerin Dorothee Feller präsentierte dem Ausschuss für Schule und Bildung die Pläne der Landesregierung zur Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe, nachdem das Landeskabinett die Pläne bereits gebilligt hatte. Eine zentrale Neuerung ist die Einführung neuer Abiturprüfungsformate wie Präsentationsprüfungen und „Besonderen Lernleistungen“, die wichtige Kompetenzen für Studium und Beruf abbilden sollen. Um die Schülerinnen und Schüler auf diese neuen Prüfungsformate vorzubereiten, sollen Klausuren teilweise durch alternative Leistungsnachweise ersetzt werden können. Gleichzeitig wird die Klausurdauer reduziert. Ein zusätzliches fünftes Abiturfach wird eingeführt.

Die Ministerin betonte, dass die Reform eine Balance zwischen Bewährtem und Neuem anstrebt und den aktuellen schulischen, gesellschaftlichen sowie technologischen Veränderungen, wie z.B. dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Rechnung trägt. Sie hob hervor, dass die Pläne auch den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen in allen Bundesländern entsprechen.

Zu den wesentlichen Elementen der Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe gehören die neuen Prüfungsformate, die Einführung eines fünften Abiturfachs, verpflichtende Projektkurse, erweiterte Möglichkeiten zur Klausurersatzleistung sowie die Verkürzung der Klausurbearbeitungszeiten.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Die Reform bündelt mehrere Bausteine, die die gymnasiale Oberstufe stärker auf unterschiedliche Leistungs- und Prüfungsformen ausrichten sollen. Dazu zählen neue Formate in der Abiturprüfung, ein zusätzliches Prüfungsfach, mehr projektorientiertes Arbeiten und flexiblere Formen des Leistungsnachweises.

  • neue Abiturprüfungsformate
  • ein fünftes Abiturfach
  • verpflichtende Projektkurse
  • mehr Möglichkeiten für Klausurersatzleistungen
  • verkürzte Klausurbearbeitungszeiten

Die neuen Regelungen sollen erstmals für Schülerinnen und Schüler gelten, die im Sommer 2026 in die gymnasiale Oberstufe eintreten und 2029 ihr Abitur ablegen.

Die Maßnahmen basieren auf der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe und der Abiturprüfung sowie auf Rückmeldungen aus einem einjährigen Dialogprozess mit relevanten Akteuren aus Schule, Personalvertretungen, Schulaufsicht und Politik. Ministerin Feller schloss mit der Erklärung, dass das fünfte Abiturfach den Schülerinnen und Schülern erweiterte Möglichkeiten in methodischer und fachlicher Hinsicht bietet und die Kombinationsmöglichkeiten ihrer Prüfungsfächer erweitert, was sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von Wirtschaft und Wissenschaft positiv aufgenommen wird.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW / Veröffentlicht am 29.05.2024

Einordnung: Der Beitrag fasst die angekündigten Änderungen an der gymnasialen Oberstufe in NRW zusammen und ordnet sie für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie schulische Akteure ein. Damit bietet er nicht nur eine Meldung, sondern einen kompakten Überblick über die wichtigsten Reformbausteine.

Was bedeuten die neuen Prüfungsformate?

Unter den neuen Prüfungsformaten sind Formen gemeint, die Leistungen nicht nur über eine klassische schriftliche Klausur abfragen, sondern auch andere Kompetenzen sichtbar machen. Dazu gehören zum Beispiel Präsentationsprüfungen und besondere Lernleistungen.

Was ist eine Klausurersatzleistung?

Eine Klausurersatzleistung ist eine alternative Form des Leistungsnachweises, die an die Stelle einer Klausur treten kann. Der Beitrag nennt sie als Baustein der Reform, ohne dass dafür bereits ein eigener Erklärabschnitt vorhanden ist.

Warum sind solche Formate relevant?

Sie sollen zeigen, ob Schülerinnen und Schüler Inhalte nicht nur wiedergeben, sondern auch strukturieren, darstellen und in Zusammenhänge einordnen können.

Welche Folgen hat die Reform für den Schulalltag?

Für Schülerinnen und Schüler bedeutet die Weiterentwicklung vor allem mehr Vielfalt bei Prüfungs- und Leistungsformen. Schulen müssen die neuen Vorgaben organisatorisch in ihre Oberstufenplanung einbinden und die Vorbereitung auf Projektkurse, Präsentationen und alternative Leistungsnachweise anpassen.

Worauf sich Schulen einstellen müssen

  • angepasste Kurs- und Prüfungsplanung
  • Vorbereitung auf neue Präsentations- und Lernleistungsformate
  • mehr Gewicht auf projektorientiertes Arbeiten
  • eine stärkere Verbindung von Fachwissen und Darstellungskompetenz

Typische Missverständnisse zur Reform

Nicht jede genannte Änderung bedeutet automatisch, dass die klassische Abiturprüfung vollständig ersetzt wird. Der Beitrag beschreibt vielmehr eine Weiterentwicklung mit neuen Ergänzungen neben bewährten Strukturen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Prüfungsform und Prüfungsinhalt

Die Reform betrifft vor allem die Art, wie Leistungen erbracht und geprüft werden. Sie sagt nicht aus, dass alle Fächer gleich behandelt werden oder dass alle bisherigen Formate wegfallen.

Projektkurse sind nicht dasselbe wie Prüfungen

Projektkurse werden im Beitrag als verpflichtendes Element genannt, sie sind aber in erster Linie ein Unterrichts- und Arbeitsformat, nicht automatisch eine Abiturprüfung.

Was sollten Eltern, Schülerinnen und Schüler jetzt im Blick behalten?

  • die geplanten Änderungen an der eigenen Schulform und Jahrgangsstufe
  • mögliche Auswirkungen auf Kurswahl und Prüfungsplanung
  • ob die Schule bereits Hinweise zu Projektkursen oder Ersatzleistungen gibt
  • welche neuen Prüfungsformen in der Oberstufe vorbereitet werden müssen

So lässt sich frühzeitig einschätzen, welche Anforderungen auf die kommenden Jahrgänge zukommen.

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