Skip to content
Studium

Start eines neuen Studiengangs: Sozialökologisches Waldmanagement

aktualisiert: 3. Juli 2026 16:16
Wald von oben
Wald von oben © Simon Wiltshire/Wirestock /stock.adobe.com

Bei dem Festkolloquium hieß die Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der HNEE, Prof. Dr. Uta Steinhardt, die zahlreichen angesehenen Gäste aus der Waldwirtschaft und der Nachhaltigkeitsszene sowie die ersten 17 Studierenden des neuen Studiengangs im voll besetzten Pfeil-Auditorium willkommen. Zu den Anwesenden gehörte auch die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke. In ihrer Festrede gratulierte sie der HNEE zu diesem innovativen Studiengang und unterstrich dessen Bedeutung sowie die Einbettung in bestehende Förderprogramme des Ministeriums.

Peter Wohlleben, einer der Initiatoren des Studiengangs, erläuterte die Entwicklung und die dahinterstehende Idee. Prof. Dr. Dr. h.c. Pierre Ibisch betonte die Bedeutung der zahlreichen Förder- und Kooperationspartner. Gemeinsam mit Dr. Daniel Johnson stellte er den neuen Ansatz des Sozialökologischen Waldmanagements vor.

Was mit sozialökologischem Waldmanagement gemeint ist

Der Begriff verbindet ökologische und gesellschaftliche Perspektiven. Gemeint ist ein Ansatz, der Wald nicht nur als Naturraum oder wirtschaftliche Ressource betrachtet, sondern als System, in dem ökologische Prozesse, menschliche Nutzung, Eigentumsfragen, Verantwortung und Gemeinwohl zusammenwirken.

Genau diese Perspektive macht den Studiengang anschlussfähig für aktuelle Debatten um Klimakrise, nachhaltige Entwicklung und Umweltgerechtigkeit.

Sie machten deutlich, wie komplex Wälder als Ökosysteme sind, die zugleich vielfältige Ökosystemleistungen für das Wohlergehen und Überleben der Menschheit erbringen. Als sozialökologische Systeme spielen sie eine unverzichtbare Rolle in der Klimakrise. Die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Daniel Johnson und Ökologe Prof. Ibisch verdeutlichten, dass die Bewirtschaftung dieser Leistungen zu den zentralen Fragen nachhaltiger Entwicklung und Umweltgerechtigkeit zählt.

Der Studiengang Sozialökologisches Waldmanagement (B.Sc.) wird als Vollzeitstudium mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern angeboten.

Studiengang auf einen Blick

Der neue Bachelorstudiengang verbindet Waldökologie, Ökosystemtheorie und sozialökologische Systemik. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wälder nicht nur ökologisch, sondern auch im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und klimabezogenen Anforderungen verstanden und bewirtschaftet werden können. Das Studium ist als Vollzeitstudium mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern angelegt.

Besonders relevant ist dabei der interdisziplinäre Ansatz: Der Studiengang betrachtet Wälder als komplexe sozialökologische Systeme und nicht nur als wirtschaftlich nutzbare Flächen. Genau daraus ergibt sich sein besonderer Profilcharakter.

Im Rahmen des Studiums erhalten die Studierenden einen neuen Blick auf Wälder. Waldökologie, Ökosystemtheorie und sozialökologische Systemik sollen dazu beitragen, gemeinsam mit Waldeigentümer*innen und -bewirtschafter*innen Wälder zu schützen, zu erklären und zu erforschen. Ziel des Sozialökologischen Waldmanagements ist es, das menschliche Wohlergehen auf der Grundlage einer gerechten Bewirtschaftung zu fördern. Dabei stehen Wälder als dynamisch veränderliche ökologische Systeme und deren bestmögliche Funktionalität in der Klimakrise im Mittelpunkt aller Überlegungen. Die Studiengangsleitung obliegt Prof. Dr. Dr. h.c. Pierre Ibisch, während Christoph Nowicki für die Studiengangskoordinierung verantwortlich ist und maßgeblich an der Entwicklung und dem Aufbau des Studiengangs beteiligt war.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von idw – Informationsdienst Wissenschaft/ Veröffentlicht am 02.10.2024

Hinweis zur Auffindbarkeit

Die Seite ist technisch erreichbar und für Suchmaschinen grundsätzlich freigegeben. Wenn sie in der Google Search Console dennoch als „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ erscheint, liegt das häufig eher an der derzeitigen Bewertung von Relevanz und Inhaltstiefe als an einer harten technischen Sperre. Für eine bessere Aufnahme in den Index helfen vor allem mehr Substanz, klarere Zwischenüberschriften und eine stärkere interne Einordnung des Themas.

Für wen der Studiengang interessant ist

Der Studiengang richtet sich an Menschen, die sich für Wald, Nachhaltigkeit, Ökosysteme und gesellschaftliche Fragen rund um die Nutzung und den Schutz von Naturressourcen interessieren. Besonders naheliegend ist er für Studieninteressierte, die ein interdisziplinäres Profil suchen und ökologische mit sozialwissenschaftlichen Perspektiven verbinden möchten.

Worauf Interessierte vor der Bewerbung achten sollten

  • Passt das Thema Waldmanagement zu den eigenen Interessen?
  • Wird ein praxisnaher, interdisziplinärer Studienaufbau gesucht?
  • Ist ein Vollzeitstudium in sechs Semestern die richtige Form?
  • Sind ökologische und gesellschaftliche Fragestellungen gleichermaßen spannend?

Welche Inhalte im Studium eine Rolle spielen

Der neue Studiengang setzt erkennbar auf die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und anwendungsnaher Auseinandersetzung mit Waldsystemen. Im Zentrum stehen ökologische Grundlagen, systemisches Denken und die Frage, wie Wälder als Lebensräume, Wirtschaftsraum und Bestandteil nachhaltiger Entwicklung zusammengedacht werden.

Mögliche thematische Schwerpunkte

  • Waldökologie und natürliche Dynamiken
  • Ökosystemleistungen von Wäldern
  • Sozialökologische Systemik
  • Zusammenarbeit mit Waldeigentümer*innen und Bewirtschafter*innen
  • Wälder in der Klimakrise
  • Nachhaltige Entwicklung und Umweltgerechtigkeit

Welche Perspektiven der Abschluss eröffnen kann

Ein Studiengang mit diesem Profil kann auf Tätigkeiten an der Schnittstelle von Wald, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Entwicklung vorbereiten. Denkbar sind Arbeitsfelder, in denen ökologische Zusammenhänge eingeordnet, vermittelt oder in Management- und Planungskontexte übersetzt werden.

Wichtig ist dabei vor allem die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Anforderungen von Praxis, Kommunikation und verantwortungsvoller Bewirtschaftung zu verbinden.

FAQ zum neuen Studiengang

Was ist das Besondere am Studiengang Sozialökologisches Waldmanagement?

Besonders ist die Verbindung von Waldökologie, sozialökologischer Systemik und der Frage, wie Wälder im Spannungsfeld von Schutz, Nutzung und Gemeinwohl verantwortungsvoll betrachtet werden können.

Ist das ein klassischer Forststudiengang?

Der Schwerpunkt liegt erkennbar auf einem breiteren, sozialökologischen Verständnis von Wald und Nachhaltigkeit. Damit grenzt sich der Studiengang von rein klassischen forstlichen Perspektiven ab.

Wie lange dauert das Studium?

Der Studiengang ist als Vollzeitstudium mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern angelegt.

Worum geht es inhaltlich vor allem?

Im Zentrum stehen Wälder als dynamische Ökosysteme, ihre Bedeutung in der Klimakrise und die Frage, wie nachhaltige und gerechte Bewirtschaftung gelingen kann.

Typische Missverständnisse bei dem Thema

  • Sozialökologisches Waldmanagement bedeutet nicht nur Waldpflege, sondern auch gesellschaftliche und ökologische Einordnung.
  • Es geht nicht allein um wirtschaftliche Nutzung, sondern auch um Ökosystemleistungen und Gemeinwohl.
  • Der Studiengang ist nicht auf eine einzige Fachperspektive reduziert, sondern bewusst interdisziplinär angelegt.

Artikel teilen