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Hochschul-News

Studentische Vernetzugsprojekt der TUM Campus Heilbronn gGmbH veranstaltet „Erasmus Cafés“

aktualisiert: 14. August 2026 15:12
K800_erasmus cafe © GulArt/ stock.adobe.com

Eine gerechte und nachhaltige Welt im Jahr 2030 – ist das realistisch? Gibt es ein Patentrezept? Desiderius Erasmus von Rotterdam, ein bekannter Philosoph, war der Meinung, dass es zu viele verschiedene Arten von Menschen gebe, um für alle fertige Antworten bereitzuhalten. Er sah im gegenseitigen Austausch und in der Toleranz den Schlüssel zu einer friedlichen Welt.

Das neue studentische Vernetzungsprojekt der TUM Campus Heilbronn gGmbH würde den Humanisten daher vermutlich sehr freuen. Die Organisation unterstützt in diesem Jahr den Aufbau und Betrieb von fünf „Erasmus Cafés“ zunächst auf dem europäischen Kontinent. Als Sponsor hilft der TUM Campus Heilbronn den Erasmus Cafés, im engen Dialog mit dem Bildungscampus Heilbronn, den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu ebnen. Geschäftsführer Daniel Gottschald erklärte, warum sich das Engagement anbot: „Die Erasmus Cafés sollen ein Treffpunkt für alle klugen Köpfe aus der jeweiligen Region sein. Ein Ort, an dem Zukunftsinitiativen junger Menschen unterstützt, pilotiert und beschleunigt werden. Dass der Bildungscampus Heilbronn hier als Vorbild angesehen wird, freut uns besonders.“

Die richtige Sorte

Cafés gibt es wie Sand am Meer, aber was macht die Idee eines Erasmus Cafés so besonders? Sie sollen ein Club-Treffpunkt und eine Plattform für alle jungen Menschen und Studierenden bieten, die über den Tellerrand hinausschauen, sich für eigene Projekte zur Gestaltung der Zukunft im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung engagieren und natürlich Fans des belebenden Heißgetränks sind.

Erste Projektideen wurden mit der TUM Campus Heilbronn gGmbH als Co-Sponsor beim diesjährigen Treffen im Sustainable Development Goals (SDG) – Lab im Rahmenprogramm des Weltwirtschaftsforums in Davos ausgetauscht. Teresa Schick, Referentin der Geschäftsführung, die das Konzept für den TUM Campus Heilbronn vorstellte, zeigte sich nach der Veranstaltung begeistert: „In unserem Workshop hat sich eine erstaunliche Dynamik unter den knapp 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt entwickelt, an die wir jetzt in der Anlaufphase der Erasmus Cafés anknüpfen können.“ Gemeinsam mit dem Partner United Global SDG Index Institute (UNGSII Foundation), allen voran Gründer und Geschäftsführer Roland Schatz, ist ein erfolgreicher Startschuss gelungen.

Etappenziele für 2024

Für das Jahr 2024 wird die Etablierung von fünf Erasmus Cafés angestrebt. Standorte wie die Region Nordportugal, Wien und Kosovo stehen bereits fest. Gefragt sind die lokale Verwurzelung, die Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Universitäten sowie das Organisationstalent junger Menschen vor Ort. Gleichzeitig ein Austausch über die Ländergrenzen hinweg, um die Visionäre von heute europaweit zu vernetzen. Als Bezugspunkt und Ideengeber freut sich der TUM Campus Heilbronn auf diese erste Etappe.

Insgesamt haben die Vereinten Nationen 17 SDG-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 ausgerufen, darunter die Gleichstellung der Geschlechter, die Beseitigung von Armut und Hunger. Die Cafés geben Raum, um Projektideen zu entwickeln und umzusetzen, damit im besten Fall alle davon erreicht werden.

Basierend auf einer Pressemitteilung von TUM Campus Heilbronn gGmbH vom 07.02.2024

Warum das Projekt für Studierende und Region interessant ist

Für Studierende bietet das Format die Chance, eigene Ideen sichtbar zu machen, Kontakte zu knüpfen und sich in einem internationalen Umfeld auszuprobieren. Für regionale Partner eröffnet es einen direkten Zugang zu jungen Menschen mit neuen Perspektiven. Gleichzeitig kann der Bildungscampus Heilbronn als Referenzrahmen dienen, um zu zeigen, wie Austausch, Innovationsgeist und Vernetzung konkret zusammenwirken.

Damit wird aus einem einzelnen Veranstaltungsformat ein Baustein für langfristige Zusammenarbeit.

Welchen Bezug gibt es zu den SDGs?

Die Sustainable Development Goals bilden den thematischen Rahmen des Projekts. Im Beitrag wird vor allem deutlich, dass die Erasmus Cafés als Ort dienen sollen, an dem junge Menschen Ideen für eine nachhaltige und digital geprägte Zukunft entwickeln. Der SDG-Bezug hilft dabei, diese Ideen in einen größeren internationalen Zusammenhang einzuordnen.

So wird verständlicher, warum Vernetzung, Dialog und Projektarbeit hier nicht nur organisatorische Mittel sind, sondern Teil des inhaltlichen Konzepts.

FAQ zu den Erasmus Cafés

Wer richtet die Erasmus Cafés aus?
Im Beitrag wird das studentische Vernetzungsprojekt der TUM Campus Heilbronn gGmbH als unterstützende Kraft genannt.

Worum geht es bei den Veranstaltungen?
Im Kern um Austausch, Vernetzung und die Entwicklung von Ideen für nachhaltige und digitale Zukunftsprojekte.

Wer soll sich angesprochen fühlen?
Vor allem junge Menschen, Studierende und alle, die eigene Vorhaben mit anderen weiterentwickeln möchten.

Warum ist der Begriff Erasmus wichtig?
Er steht hier sinnbildlich für europäischen Austausch, Toleranz und die Idee, voneinander zu lernen.

Typische Missverständnisse

Der Name kann leicht zu Missverständnissen führen: Ein Erasmus Café ist kein gewöhnliches Café und auch kein reines Austauschprogramm im klassischen Sinn. Gemeint ist vielmehr ein offenes Vernetzungsformat, das Begegnung, Ideenentwicklung und Projektarbeit verbindet. Genau diese Mischung macht das Konzept für Studierende und regionale Partner interessant.

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