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Studie erforscht Auswirkung einer sportlichen Profikarriere

Fußballspieler
© Nomad_Soul /stock.adobe.com

Die NAKO-Forschenden untersuchen, wie sich die körperlichen Belastungen während einer Sportkarriere auf die Gesundheit auswirken. Dabei stützen sie sich auf die Gesundheitsdaten von 348 ehemaligen Profi-Fußballerinnen und -fußballern in Deutschland. In einem Artikel im Fachmagazin BMJ Sport and Exercise Medicine präsentieren die Wissenschaftler einen Überblick über die SoccHealth-Studie. Ihre Ergebnisse sollen dazu dienen, die gesundheitlichen Vor- und Nachteile einer langfristigen sportlichen Aktivität besser zu bewerten.

Die SoccHealth-Studie ist ein Zusatzprojekt der NAKO Gesundheitsstudie, die als größte Bevölkerungsstudie in Deutschland Volkskrankheiten erforscht. Der Fokus liegt auf der langfristigen Gesundheit ehemaliger Profifußballerinnen und -fußballer. Die Studie zielt darauf ab, die fußballspezifischen Auswirkungen auf verschiedene Erkrankungen, darunter kardiovaskuläre, metabolische, muskuloskelettale und neurologische Störungen, bei diesen Sportlern zu analysieren. Dieser Teil der NAKO Gesundheitsstudie wird durch mehrere Institutionen gefördert, darunter der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Leitung übernehmen Professor Dr. Klaus Berger von der Universität Münster und Professor Dr. Tim Meyer von der Universität des Saarlandes. Ihre aktuelle Veröffentlichung beschreibt die Rekrutierung und Untersuchung der 348 Sportler, deren Daten nun zur Beantwortung relevanter Forschungsfragen dienen.

Die SoccHealth-Studie ist ein Zusatzprojekt der NAKO Gesundheitsstudie, die als größte Bevölkerungsstudie in Deutschland Volkskrankheiten erforscht. Der Fokus liegt auf der langfristigen Gesundheit ehemaliger Profifußballerinnen und -fußballer. Die Studie zielt darauf ab, die fußballspezifischen Auswirkungen auf verschiedene Erkrankungen, darunter kardiovaskuläre, metabolische, muskuloskelettale und neurologische Störungen, bei diesen Sportlern zu analysieren. Dieser Teil der NAKO Gesundheitsstudie wird durch mehrere Institutionen gefördert, darunter der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Leitung übernehmen Professor Dr. Klaus Berger von der Universität Münster und Professor Dr. Tim Meyer von der Universität des Saarlandes. Ihre aktuelle Veröffentlichung beschreibt die Rekrutierung und Untersuchung der 348 Sportler, deren Daten nun zur Beantwortung relevanter Forschungsfragen dienen.

Wie die Forschung aufgebaut ist

Für die Einordnung der Ergebnisse ist vor allem wichtig, dass die ehemaligen Profis nicht nur nach ihrem Gesundheitszustand befragt wurden, sondern zusätzlich medizinisch untersucht wurden. Dadurch können Selbstangaben mit objektiven Befunden verglichen werden. Genau diese Kombination macht die Studie für die Präventionsforschung interessant, weil sie nicht nur Beschwerden beschreibt, sondern auch mögliche Zusammenhänge zwischen Karrierebelastung, Verletzungshistorie und späterer Gesundheit sichtbar machen kann.

Die ehemaligen Profis im Alter von 40 bis 69 Jahren nahmen ab dem Frühjahr 2021 an medizinischen Untersuchungen und Umfragen zu ihrem Gesundheitsverhalten in den 18 NAKO-Studienzentren teil. Dabei wurden von allen Teilnehmenden verschiedene Bioproben entnommen, und 222 der Profi-Fußballerinnen und -fußballer unterzogen sich zusätzlich einer Ganzkörper-MRT-Untersuchung. Fußballbezogene Informationen wie die Anzahl der gespielten Partien, die Spielpositionen und das Spielniveau ermöglichen eine Einschätzung der körperlichen Belastung während der gesamten Karriere. Seit Herbst 2023 sind die Untersuchungen der 52 Frauen und 296 Männer abgeschlossen. Professor Dr. Henry Völzke, der Vorstandsvorsitzende von NAKO e.V., hebt hervor, dass die Daten der SoccHealth-Studie in ihrer Breite und Detailtiefe einzigartig sind. Die Integration in die NAKO Gesundheitsstudie erlaubt es, die Daten der ehemaligen Spitzensportler mit einer umfangreichen Basis aus der Allgemeinbevölkerung zu vergleichen, was die Qualität und Aussagekraft der laufenden wissenschaftlichen Analysen erheblich steigert.

Die ehemaligen Profis im Alter von 40 bis 69 Jahren nahmen ab dem Frühjahr 2021 an medizinischen Untersuchungen und Umfragen zu ihrem Gesundheitsverhalten in den 18 NAKO-Studienzentren teil. Dabei wurden von allen Teilnehmenden verschiedene Bioproben entnommen, und 222 der Profi-Fußballerinnen und -fußballer unterzogen sich zusätzlich einer Ganzkörper-MRT-Untersuchung. Fußballbezogene Informationen wie die Anzahl der gespielten Partien, die Spielpositionen und das Spielniveau ermöglichen eine Einschätzung der körperlichen Belastung während der gesamten Karriere. Seit Herbst 2023 sind die Untersuchungen der 52 Frauen und 296 Männer abgeschlossen. Professor Dr. Henry Völzke, der Vorstandsvorsitzende von NAKO e.V., hebt hervor, dass die Daten der SoccHealth-Studie in ihrer Breite und Detailtiefe einzigartig sind. Die Integration in die NAKO Gesundheitsstudie erlaubt es, die Daten der ehemaligen Spitzensportler mit einer umfangreichen Basis aus der Allgemeinbevölkerung zu vergleichen, was die Qualität und Aussagekraft der laufenden wissenschaftlichen Analysen erheblich steigert.

Welche Gesundheitsbereiche besonders im Fokus stehen

Im Mittelpunkt stehen vor allem Beschwerden und Erkrankungen, die bei einer langen Profikarriere plausibel durch hohe Belastungen mitgeprägt sein können. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselthemen, Probleme des Bewegungsapparats und mögliche neurologische Folgen. Der Beitrag kann hier deutlicher machen, dass die Studie nicht nur einzelne Verletzungen betrachtet, sondern ein breites Gesundheitsbild über mehrere Lebensbereiche hinweg.

Das Durchschnittsalter der männlichen Teilnehmer beträgt 54,5 Jahre, während die Frauen im Schnitt 46,9 Jahre alt sind. Die häufigste Position unter den männlichen Ex-Profis ist die des Verteidigers, gefolgt von Mittelfeldspielern, während es bei den Frauen umgekehrt ist. Insgesamt haben beide Geschlechter 32 Jahre Fußballtraining und -spiele in Amateur- und Profiligen hinter sich. Männer beendeten ihre Profikarriere im Durchschnitt mit 33 Jahren, bei den Frauen liegt das Durchschnittsalter bei 34 Jahren.

Das Durchschnittsalter der männlichen Teilnehmer beträgt 54,5 Jahre, während die Frauen im Schnitt 46,9 Jahre alt sind. Die häufigste Position unter den männlichen Ex-Profis ist die des Verteidigers, gefolgt von Mittelfeldspielern, während es bei den Frauen umgekehrt ist. Insgesamt haben beide Geschlechter 32 Jahre Fußballtraining und -spiele in Amateur- und Profiligen hinter sich. Männer beendeten ihre Profikarriere im Durchschnitt mit 33 Jahren, bei den Frauen liegt das Durchschnittsalter bei 34 Jahren.

Warum diese Unterschiede wichtig sind

Solche Unterschiede helfen dabei, die spätere Gesundheitslage nicht pauschal zu betrachten. Alter, Spielposition und die Dauer der Karriere können die Belastungsprofile beeinflussen. Für die Auswertung bedeutet das: Nicht nur der Beruf als solcher ist relevant, sondern auch die Frage, wie intensiv, wie lange und unter welchen Bedingungen gespielt wurde.

Die Karrieredaten deuten darauf hin, dass die Fußballexposition der Teilnehmer hoch war und keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufweist. Auch die Anzahl der verletzungsbedingten Ausfälle von mehr als einem Monat während der Karriere war bei beiden Geschlechtern überdurchschnittlich hoch. Die weiblichen Ex-Profis hatten im Median mehr Spielzeiten in der ersten Bundesliga, jedoch weniger in der zweiten Bundesliga, was vermutlich auf die unterschiedlichen Zeitpunkte der Ligeneinführung zurückzuführen ist. Dies analysiert Professor Dr. Tim Meyer, der an der Universität des Saarlandes für Sport- und Präventivmedizin tätig ist und auch langjähriger Mannschaftsarzt des Männernationalteams war.

Die Karrieredaten deuten darauf hin, dass die Fußballexposition der Teilnehmer hoch war und keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufweist. Auch die Anzahl der verletzungsbedingten Ausfälle von mehr als einem Monat während der Karriere war bei beiden Geschlechtern überdurchschnittlich hoch. Die weiblichen Ex-Profis hatten im Median mehr Spielzeiten in der ersten Bundesliga, jedoch weniger in der zweiten Bundesliga, was vermutlich auf die unterschiedlichen Zeitpunkte der Ligeneinführung zurückzuführen ist. Dies analysiert Professor Dr. Tim Meyer, der an der Universität des Saarlandes für Sport- und Präventivmedizin tätig ist und auch langjähriger Mannschaftsarzt des Männernationalteams war.

Was unter hoher Fußballexposition zu verstehen ist

Hohe Exposition bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem viele Jahre mit Training, Spielen und wiederkehrenden Belastungen. Hinzu kommen Verletzungen, die den Karriereverlauf prägen und die spätere Gesundheit beeinflussen können. Für Leserinnen und Leser ist das ein wichtiger Schlüssel: Die Studie betrachtet Profifußball nicht als einzelnes Ereignis, sondern als Summe wiederkehrender körperlicher Beanspruchung über viele Jahre.

Neben der Auswertung von Bio- und Bildgebungsmarkern fließen auch selbstangegebene Informationen, wie etwa zu Gewicht und Lebensstilfaktoren, in die Analysen ein und liefern wertvolle Hinweise für die Präventionsforschung.

Laut Professor Dr. Klaus Berger, Wissenschaftler an der Universität Münster, haben sich verschiedene Studien in den letzten Jahren mit der Gesundheit von Fußballprofis befasst. Diese konzentrierten sich in der Regel auf die Gesundheit des Gehirns und mögliche Folgen des Fußballspiels. Die umfassenden medizinischen Untersuchungen und Befragungen der Teilnehmer in der SoccHealth-Studie seien besonders bedeutend für die Forschung, da sie Fragen zur Entstehung, Häufigkeit und Ursachen einer Vielzahl von Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Bluthochdruck bei Fußballprofis beantworten könnten.

Norbert Moser, der Präventionsfeldkoordinator Sport der gesetzlichen Unfallversicherung VBG, betont, dass die VBG den bezahlten Sport versichert und Studien unterstützt, die darauf abzielen, Unfallfolgen zu reduzieren oder Unfälle zu vermeiden. Er zeigt großes Interesse an den Ergebnissen dieser Studie, da Kopfverletzungen und andere fußballbedingte Einwirkungen schwerwiegende Folgen haben können.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von NAKO Gesundheitsstudie / Veröffentlicht am 07.10.2024

Was die Studie für die Einordnung von Profisport bedeutet

Die SoccHealth-Studie liefert vor allem eine wissenschaftliche Grundlage dafür, gesundheitliche Belastungen und mögliche Langzeitfolgen einer Profikarriere systematisch zu vergleichen. Für Leserinnen und Leser ist wichtig: Die Untersuchung beschreibt zunächst die Datengrundlage und die untersuchten Merkmale, nicht bereits endgültige Gesundheitsurteile. Genau diese Einordnung hilft, die Ergebnisse später sachlich zu verstehen und richtig zu bewerten.

Was man aus der Studie nicht vorschnell ableiten sollte

  • Die Studie beschreibt zunächst eine untersuchte Gruppe und ihre Gesundheitsdaten, aber keine pauschale Aussage über alle Sportarten.
  • Ein einzelner Befund bedeutet noch nicht automatisch einen eindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang.
  • Die Auswertung wird besonders aussagekräftig, wenn Karriereverläufe, Verletzungen und Gesundheitsdaten gemeinsam betrachtet werden.

FAQ zur SoccHealth-Studie

Was untersucht die SoccHealth-Studie?

Die Studie untersucht, wie sich eine lange Profikarriere im Fußball auf verschiedene Gesundheitsbereiche auswirken kann.

Warum ist der Vergleich mit der NAKO Gesundheitsstudie wichtig?

Weil die Daten ehemaliger Profis so mit einer großen Bevölkerungsgrundlage verglichen werden können.

Welche Arten von Daten fließen ein?

Medizinische Untersuchungen, Befragungen, Bioproben, Bildgebung und fußballbezogene Karrieredaten.

Warum sind auch Verletzungen relevant?

Weil sie ein Hinweis auf die Belastung während der Karriere sein können und für die spätere Gesundheitsbewertung mitgedacht werden sollten.

Written by Nima

Nima liebt es, mit Ihren zwei Hunden unterwegs zu sein. Sie ist eine begeisterte Kletterin und ist im Sommer wochenlang mit ihrem umgebauten Bus auf Tour. Unterwegs arbeitet sie als Freelancerin.

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