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Beruf

Unterstützung beim Gründen & Berufseinstieg durch Zukunftsregion HeiDefinition

aktualisiert: 3. Juli 2026 16:22
Junge Frau bei Jobsuche
Junge Frau bei Jobsuche © M-Production /stock.adobe.com

An der Schnittstelle zwischen Schulabschluss und Berufseinstieg sowie bei der Gründung neuer Ideen kann es manchmal an Unterstützung beim Berufseinstieg fehlen. In der Zukunftsregion HeiDefinition werden künftig geeignete Anlaufstellen für Jugendliche und angehende Unternehmerinnen und Unternehmer eingerichtet, die ihnen mit verschiedenen Unterstützungsangeboten zur Seite stehen. Am Montag überreichte die Ministerin für Europa- und Regionalentwicklung, Wiebke Osigus, Förderbescheide in Höhe von mehr als 400.000 Euro aus der EU-geförderten Richtlinie „Zukunftsregionen in Niedersachsen“. Die Landkreise Celle, Uelzen und der Heidekreis haben sich als eine von 14 Regionen zur Zukunftsregion HeiDefinition zusammengeschlossen. Für die gemeinsame Initiative stehen Mittel in Höhe von 7.995.559 Euro zur Verfügung.

Was ist die Zukunftsregion HeiDefinition?

Die Zukunftsregion HeiDefinition ist ein Zusammenschluss der Landkreise Celle, Uelzen und Heidekreis. Ziel der regionalen Initiative ist es, Fördermittel gemeinsam für Themen einzusetzen, die mehrere Kommunen betreffen und nicht an Kreisgrenzen enden. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Unterstützung beim Gründen, der Übergang in Ausbildung und Beruf sowie weitere Maßnahmen zur Fachkräfteentwicklung.

Für Leserinnen und Leser bedeutet das: HeiDefinition ist kein einzelnes Büro oder ein einzelnes Förderprogramm mit einem Antrag, sondern ein regionaler Rahmen, in dem konkrete Projekte aufgebaut werden. Genau daraus ergeben sich neue Anlaufstellen, Beratungsangebote und Begleitung für junge Menschen und Gründungsinteressierte.

Ministerin Osigus betonte, dass weder Herausforderungen noch Chancen von Landkreisgrenzen beeinflusst werden. Ihr Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ ermögliche es den Regionen, sich zusammenzuschließen und gemeinsam die für sie wichtigen Themen voranzutreiben. Je nach Region stünden hierfür bis zu acht Millionen Euro zur Verfügung. In der Zukunftsregion HeiDefinition werde mit den Projekten „HeyChance“ und „FachWork“ auf Konzepte gesetzt, die eine qualitativ hochwertige Fachkräfteoffensive fördern. Beide Ansätze würden Impulse geben, um aktiv zu werden und damit nachhaltige Veränderungen im Leben der Menschen sowie in der Region zu bewirken.

Für das Projekt „HeyChance: Vom Jobling zur Fachkraft“ nahm die Geschäftsführerin der Volkshochschule, Liliane Steinke, einen Bescheid über 176.292,01 Euro entgegen. Gemeinsam mit regionalen Partnern, Freiwilligen und Honorarkräften solle eine Kontaktstelle eingerichtet werden, die jungen Menschen mit Integrationshemmnissen beim Übergang von der Schule in den Beruf Unterstützung bietet. Steinke erklärte, dass mit „HeyChance“ die aktive Teilhabe am Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben gefördert werde, um die soziale Integration junger Menschen zu unterstützen. Der Begriff „Bildungskette“ spiele hierbei eine zentrale Rolle, da „HeyChance“ die Übergänge von der Schule in die Ausbildung und in den Arbeitsmarkt begleite. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass nun drei Jahre Zeit zur Verfügung stünden, um eine Beratungs- und Unterstützungskultur aufzubauen, die als vorbildlich für alle Landkreise im Fördergebiet der „Zukunftsregion HeiDefinition“ gelten werde. Die gesellschaftliche Teilhabe werde durch die innovative Verbindung von professionellen und ehrenamtlichen Strukturen realisiert. Steinke unterstrich, dass das Projekt „HeyChance: Vom Jobling zur Fachkraft“ den aktuellen Bedarf an Arbeitsmarktfähigkeit und Fachkräfteentwicklung anspreche. Der Invest in die jungen Menschen trage zur zukunftsfähigen digitalen Transformation bei, und sie betonte, dass das Ausbildungsjahr nun begonnen habe.

Welche Unterstützung bieten HeyChance und FachWork konkret?

Das Projekt richtet sich an junge Menschen, die beim Einstieg in Ausbildung oder Arbeit zusätzliche Begleitung benötigen. Genannt werden vor allem eine Kontaktstelle, regionale Partner sowie die Zusammenarbeit mit Freiwilligen und Honorarkräften. Daraus lässt sich ableiten, dass Beratung, Orientierung und praktische Unterstützung im Vordergrund stehen.

FachWork Celle: Unterstützung für Gründungsinteressierte

FachWork zielt auf Menschen mit Geschäftsideen, die aus einem ersten Ansatz ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln möchten. Der Beitrag nennt dafür bereits mehrere Bausteine: mietfreie Büroräume gegen eine geringe Nutzungspauschale, Wohnraum, fachliche Begleitung durch Mentoren und weitere Angebote. Damit wird die Hürde für den Start in die Selbstständigkeit sichtbar abgesenkt.

Die Projekte unterscheiden sich also in ihrer Zielgruppe, verfolgen aber ein gemeinsames Ziel: Übergänge leichter machen und regionale Entwicklung stärken.

Regionalentwicklungsministerin Osigus überreichte den zweiten Förderbescheid über 225.838,40 Euro an Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge für das Projekt „FachWork Celle“. Mit dem gleichnamigen Start-up-Center solle gründungswilligen Personen geholfen werden, aus ihren Geschäftsideen nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Nigge hob hervor, dass die Stadt Celle es sich zur Aufgabe gemacht habe, sich durch innovative Denkansätze im Wettbewerb mit anderen Kommunen hervorzuheben. Das städtische Start-up FachWork sei ein innovatives Konzept, das darauf abzielt, Menschen mit kreativen Ideen für die Stadt zu gewinnen und dort zu halten. Den Existenzgründern würden Wohnraum, mietfreie Büroräume gegen eine geringe Nutzungspauschale, fachliche Begleitung durch erfahrene Mentoren und weitere Angebote bereitgestellt. Er freue sich, dass die Bemühungen der Stadt anerkannt wurden, der Antrag erfolgreich war und sie nun den Förderbescheid in den Händen halten.

Das Programm „Zukunftsregionen Niedersachsen“ umfasst etwa 96 Millionen Euro aus EFRE/ESF+-Mitteln für ganz Niedersachsen. Insgesamt werden 14 Zukunftsregionen in Niedersachsen etabliert. Diese Regionen konnten aus verschiedenen Handlungsfeldern wählen, darunter regionale Innovationsfähigkeit, CO2-arme Gesellschaft, Kreislaufwirtschaft, biologische Vielfalt und Naturräume, Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe sowie Gesundheitsversorgung und Pflege, Kultur und Freizeit. Das Budget pro Region liegt zwischen fünf und acht Millionen Euro. Zudem wird bis zum Ende der Förderung im Jahr 2028 ein Regionalmanagement finanziert.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land Niedersachsen/ Veröffentlicht am 16.09.2024

Welche Leistungen und Anlaufstellen sind vorgesehen?

Aus dem Beitrag lassen sich bereits mehrere Formen der Unterstützung ableiten:

  • Kontaktstellen für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf beim Übergang in Ausbildung oder Beruf
  • Regionale Beratung und Begleitung durch Partner, Freiwillige und Fachkräfte
  • Mentoring und fachliche Unterstützung für Gründungsinteressierte
  • Räume und Arbeitsumfeld für den Aufbau erster Geschäftsideen
  • Begleitung dabei, aus einer Idee ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln

So entsteht ein niedrigschwelliger Einstieg, der je nach Zielgruppe unterschiedliche Bedürfnisse abdeckt.

Häufige Fragen zur Zukunftsregion HeiDefinition

Wer profitiert von der Zukunftsregion HeiDefinition?

Vor allem Jugendliche am Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf sowie Personen mit Gründungsinteresse, die konkrete Unterstützung beim Start brauchen.

Worin unterscheiden sich die Projekte HeyChance und FachWork?

HeyChance konzentriert sich auf den Berufseinstieg und die soziale Integration junger Menschen. FachWork unterstützt Gründungswillige dabei, aus Ideen nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Warum arbeiten mehrere Landkreise zusammen?

Die Region bündelt Themen, die nicht an einer Landkreisgrenze enden. Durch die Zusammenarbeit können Fördermittel und Angebote regional abgestimmt eingesetzt werden.

Wichtige Begriffe kurz erklärt

Bildungskette

Gemeint ist der Zusammenhang von Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. Im Beitrag beschreibt der Begriff den begleiteten Übergang zwischen diesen Stationen.

Fachkräfteoffensive

Damit ist ein gebündeltes Vorgehen gemeint, um mehr passende Fachkräfte zu gewinnen, zu entwickeln und in der Region zu halten.

Regionalmanagement

Das Regionalmanagement koordiniert die Zusammenarbeit innerhalb der Zukunftsregion und begleitet die Umsetzung der geförderten Vorhaben.

Typische Hürden beim Berufseinstieg und Gründen

Beim Übergang in Ausbildung oder Beruf können Orientierung, fehlende Kontakte oder zusätzlicher Unterstützungsbedarf eine Rolle spielen. Bei Gründungsvorhaben geht es oft darum, eine erste Idee zu ordnen, ein tragfähiges Modell daraus zu machen und passende Begleitung zu finden.

Genau hier setzen die genannten Projekte an: Sie schaffen Anlaufstellen, fördern Begleitung und helfen dabei, aus einem schwierigen Übergang einen planbaren Start zu machen.

Für wen lohnt sich das Angebot besonders?

  • Jugendliche, die Unterstützung beim Start in Ausbildung oder Arbeit brauchen
  • Menschen mit Integrationshemmnissen im Übergang in den Arbeitsmarkt
  • Gründungsinteressierte, die aus einer Idee ein Geschäftsmodell entwickeln möchten
  • Personen, die Mentoring, Beratung oder Räume für den Start suchen

Damit spricht die Zukunftsregion HeiDefinition mehrere unterschiedliche, aber miteinander verbundene Zielgruppen an.

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