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Freizeit

Verein eröffnet Schülern Berufsfelder im maritimen Bereich

aktualisiert: 25. Juli 2026 14:54
Segelschiff
Segelschiff © The Whyte Stock /stock.adobe.com

Der Bramschot e.V. aus Rostock ist für den Engagementpreis der VNG-Stiftung 2024 nominiert worden. Diese Auszeichnung wird durch den Fachbereich Ehrenamt im Büro der Oberbürgermeisterin bekannt gegeben. Der Verein ist mit seinem Projekt „School@Sea“ in der Kategorie Kultur & Geschichte vorgeschlagen, was seinen bemerkenswerten Einsatz zur Bewahrung und Weitergabe von Traditionen und Brauchtum anerkennt.

Das Projekt „School@Sea“ bietet jungen Menschen eine umfassende seemännische Schulung an. Diese reicht von grundlegenden Fertigkeiten wie Knotenbinden bis hin zum Verständnis der verschiedenen Aufgaben auf einem Segelschiff. Der Verein zielt darauf ab, der jüngeren Generation Einblicke in die traditionelle Schiffsführung zu geben und dabei Fähigkeiten wie Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Das neu erlernte Wissen wird durch praktische Segeltörns direkt angewendet.

Zusätzlich hat sich das Projekt durch die Kooperation mit dem Hanse Sail-Verein um einen Aspekt der Berufsorientierung erweitert. Das Schiff des Vereins ist nun auch für Schüler*innen in der Phase der Berufswahl unter dem Motto „maritime Spurensuche“ unterwegs. Im Rahmen dieses Programms liegt der Schwerpunkt auf der maritimen Infrastruktur und der Wirtschaftsgeschichte Rostocks, um den Jugendlichen mögliche Berufsperspektiven im maritimen Bereich vor Ort näherzubringen.

Die VNG-Stiftung vergibt jährlich im Rahmen ihrer Engagement-Plattform „Verbundnetz der Wärme“ den Engagementpreis an gemeinnützige Organisationen für außergewöhnliches Engagement. Der Preis wird in fünf Bereichen vergeben: Wissen & Lernen, Kultur & Geschichte, Teilhabe & Integration, Gesundheit & Sport sowie Natur & Klima. Jeder Bereich ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, die sich aus angesehenen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und dem Ehrenamtssektor zusammensetzt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Rostock/ Veröffentlicht am 26.07.2024

 

Warum ist das Projekt für die Berufsorientierung relevant?

Viele Jugendliche kennen maritime Berufe nur aus dem Unterricht oder aus kurzen Einblicken. Das Projekt schafft einen direkten Zugang und macht sichtbar, welche Fähigkeiten im Alltag auf einem Schiff oder im Umfeld der maritimen Wirtschaft gefragt sind.

Gerade weil die Teilnehmenden selbst mitarbeiten und Abläufe ausprobieren können, entsteht ein realistischeres Bild von Anforderungen, Teamstrukturen und Verantwortung. Das kann helfen, eigene Interessen besser einzuordnen und mögliche Berufsfelder bewusster zu prüfen.

Typische Begriffe kurz erklärt

Seemännische Schulung: Praktische Einführung in grundlegende Abläufe und Fertigkeiten rund um das Arbeiten auf einem Schiff.

Berufsorientierung: Angebote, die Jugendlichen helfen, mögliche Ausbildungs- und Berufswege kennenzulernen.

Maritime Infrastruktur: Einrichtungen und Strukturen, die mit Schiffen, Hafen und Küstennutzung zusammenhängen.

Häufige Fragen zu School@Sea und maritimen Berufsfeldern

Was lernen Schüler bei School@Sea?
Sie erhalten Einblicke in seemännische Abläufe, Teamarbeit an Bord und maritime Zusammenhänge.

Geht es nur um Segeln?
Nein, der Beitrag zeigt auch den Bezug zu Berufsorientierung, Infrastruktur und Wirtschaftsgeschichte.

Warum ist das Thema für Rostock interessant?
Weil der maritime Bereich dort Teil der Stadtgeschichte und der beruflichen Umgebung ist.

Worauf solche Projekte häufig aufbauen

Damit ein Angebot wie School@Sea funktioniert, braucht es meist eine klare pädagogische Idee, passende Praxisangebote und Partner, die den Bezug zur Region herstellen. Wichtig sind außerdem verständliche Abläufe, Sicherheitsbewusstsein und ein Format, das Jugendliche aktiv einbindet.

So entsteht aus einer einzelnen Mitmach-Aktion ein Angebot mit Orientierungseffekt, das sowohl Interesse wecken als auch Berührungsängste mit technischen oder handwerklichen Berufen abbauen kann.

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Welche Berufsfelder im maritimen Bereich werden sichtbar?

Das Projekt lenkt den Blick nicht nur auf das Segeln selbst, sondern auf das Umfeld dahinter. Dazu gehören Tätigkeiten rund um Schiffe, Hafen, Logistik, Technik, Organisation und die Vermittlung von maritimen Zusammenhängen.

Für Jugendliche ist genau dieser Perspektivwechsel wichtig: Aus einer praktischen Erfahrung wird ein erster Überblick darüber, welche Aufgaben in einem maritimen Arbeitsumfeld vorkommen und welche Interessen dafür hilfreich sein können.

Was Jugendliche und Schulen von dem Angebot haben

Für Jugendliche bietet das Format eine konkrete Orientierung außerhalb des Klassenzimmers. Sie lernen nicht nur Begriffe kennen, sondern erleben auch, wie Zusammenarbeit, Verantwortung und praktische Abläufe in einem maritimen Umfeld zusammenhängen.

Für Schulen kann ein solches Projekt eine sinnvolle Ergänzung zur Berufsorientierung sein, weil es regionale Bezüge herstellt und gleichzeitig anschaulich zeigt, wie vielfältig Arbeitsfelder rund um Küste, Hafen und Schifffahrt sein können.

Checkliste: Woran man maritime Berufsorientierung erkennt

  • Es gibt praktische Einblicke statt nur theoretischer Informationen.
  • Jugendliche können Aufgaben aktiv ausprobieren oder beobachten.
  • Der regionale Bezug zu Hafen, Schiff oder maritimer Wirtschaft wird deutlich.
  • Das Angebot erklärt nicht nur ein Hobby, sondern auch mögliche Berufsbilder.
  • Teamarbeit, Verantwortung und Abläufe werden nachvollziehbar vermittelt.

Typische Missverständnisse rund um maritime Berufsfelder

Maritime Berufe werden oft nur mit dem Arbeiten auf See verbunden. Tatsächlich umfasst das Thema aber auch Bereiche an Land, etwa in der Organisation, in der maritimen Infrastruktur oder in der wirtschaftlichen Einordnung von Hafen- und Schifffahrtsprozessen.

Ebenso wichtig: Berufsorientierung in diesem Feld bedeutet nicht nur, ein einzelnes Handwerk zu zeigen. Entscheidend ist, dass Jugendliche verschiedene Aufgabenbereiche kennenlernen und ihre eigenen Stärken damit abgleichen können.

Wie Tradition und Berufsorientierung zusammenhängen

Das Projekt zeigt, dass maritime Kultur nicht nur rückwärtsgewandt ist. Wer traditionelle Abläufe, Begriffe und Arbeitsweisen versteht, bekommt auch einen besseren Zugang zu heutigen Berufsfeldern, in denen Genauigkeit, Zusammenarbeit und Verantwortung ebenfalls wichtig sind.

Gerade dieser Zusammenhang macht das Angebot attraktiv: Es verbindet Geschichte, Praxis und mögliche Zukunftsperspektiven in einem gemeinsamen Lernformat.

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