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Schule

Volkshochschulen erfüllen wichtige Aufgaben

aktualisiert: 29. Juli 2026 19:12
VHS Volkshochschule Schild
VHS Volkshochschule Schild © blende11.photo/stock.adobe.com

In den Sommerferien haben die Volkshochschulen erneut ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche aufgelegt. Dieses Angebot zielt darauf ab, jungen Menschen nicht nur Freude am Lernen zu vermitteln, sondern sie auch in ihrer Fähigkeit zur politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken. Trotz der anhaltenden Vernachlässigung der Anliegen junger Menschen in der Politik und Gesellschaft, ein Thema, das auch der internationale Tag der Jugend am 12. August thematisiert, setzen die Volkshochschulen auf eine engagierte Förderung.

Das Programm der jungen vhs umfasst das ganze Jahr über eine breite Palette an Aktivitäten. Im Jahr 2022 wurden bundesweit etwa 27.000 Kurse und Workshops für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Im Fokus stehen dabei oft Themen, die im regulären Schulunterricht zu kurz kommen, wie kulturelle Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, politische Beteiligung, Demokratiebildung und Extremismusprävention.

Seit 2013 ist das Ferienbildungsprogramm talentCAMPus ein herausragendes Beispiel für das Engagement der jungen vhs. Dieses Programm bietet jährlich rund 12.000 Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, neue Erfahrungen und Perspektiven durch kulturelle Bildungsprojekte zu sammeln. In den talentCAMPus-Projekten, die von Kiel bis Garmisch reichen, wird spielerisches Lernen mit kulturellen Aktivitäten kombiniert. Besonders unterstützt werden dabei Kinder und Jugendliche aus Risikolagen, die häufig mit Barrieren konfrontiert sind. Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen, malen, filmen, diskutieren und basteln. Am Ende des Programms präsentieren sie ihre Projekte vor einem ausgewählten Publikum, das oft auch lokale politische Vertreter umfasst. Diese Präsentationen bieten den jungen Menschen eine wertvolle Gelegenheit, Selbstbewusstsein zu entwickeln und ihre Ideen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Neben talentCAMPus zielen auch die politischen Jugendbildungsprojekte der Volkshochschulen darauf ab, jungen Menschen Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die SINUS-Jugendstudie 2024 zeigt, dass Themen wie die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und der Klimawandel viele junge Menschen stark betroffen machen. Mit kreativen Formaten wie Planspielen und Escape-Rooms ermöglichen die Volkshochschulen den Jugendlichen, sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen, eigene Ideen zu entwickeln und ihre Meinungen auszutauschen.

Die Unterstützung für diese Initiativen kommt durch Bundesförderprogramme wie „Kultur macht stark“ und den Kinder- und Jugendplan des Bundes. Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) setzt sich daher energisch für eine angemessene Ausstattung dieser wichtigen Programme ein. Die Verbandsdirektorin Julia von Westerholt betont, dass die Förderung von Programmen wie talentCAMPus und der politischen Jugendbildung entscheidend für die Entwicklung kultureller und politischer Kompetenzen bei Jugendlichen ist. Sie äußert die Besorgnis, dass diese Programme bei den bevorstehenden Haushaltsverhandlungen möglicherweise gekürzt oder sogar gestrichen werden könnten, und fordert die Politik auf, den Wert solcher Initiativen anzuerkennen und sie vor Sparmaßnahmen zu schützen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutscher Volkshochschul-Verband/ Veröffentlicht am 09.08.2024

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Die Aufgaben von Volkshochschulen im Überblick

Volkshochschulen sind Orte für allgemeine Weiterbildung und öffnen Bildungsangebote für unterschiedliche Altersgruppen und Lebenslagen. Dazu gehören kulturelle Bildung, politische Bildung, Sprach- und Lernangebote sowie Formate, die Teilhabe und persönliche Entwicklung fördern. Im Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen übernehmen sie vor allem eine ergänzende Rolle zum Schulalltag, indem sie freiwillige, praxisnahe und niedrigschwellige Lernräume schaffen.

Für wen sind die Angebote der jungen vhs gedacht?

Die Angebote richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Je nach Format können auch junge Erwachsene angesprochen werden.

Worin unterscheidet sich die junge vhs vom regulären Schulunterricht?

Die junge vhs arbeitet stärker projektorientiert, kreativ und praxisnah. Der Schwerpunkt liegt auf Mitmachen, Erleben und dem Erproben eigener Ideen.

Warum sind diese Angebote für Teilhabe wichtig?

Sie geben jungen Menschen Gelegenheit, sich einzubringen, Meinungen zu formulieren und gesellschaftliche Themen aktiv mitzugestalten.

Welche Hürden junge Menschen bei solchen Angeboten haben können

Gerade Kinder und Jugendliche aus belasteten Lebenslagen erreichen kulturelle und politische Bildungsangebote nicht immer von selbst. Hürden können fehlende Informationen, Unsicherheit, mangelnde Begleitung oder geringe Erfahrungen mit solchen Formaten sein. Umso wichtiger sind niedrigschwellige Projekte, die ohne große Einstiegshürden funktionieren und gezielt Vertrauen aufbauen.

Checkliste: Woran gute Angebote der jungen vhs erkennbar sind

Gute Angebote verbinden Verständlichkeit, Beteiligung und Praxisnähe. Sie lassen sich leicht finden, sprechen die Lebenswelt junger Menschen an und geben Raum für eigene Ideen. Wichtig ist außerdem, dass die Teilnahme nicht nur für bereits aktive Jugendliche funktioniert, sondern auch für jene, die erstmalig Zugang zu kultureller oder politischer Bildung bekommen.

  • Die Teilnahme ist einfach verständlich erklärt.
  • Die Themen knüpfen an die Lebenswelt junger Menschen an.
  • Die Formate sind aktiv, kreativ und praxisnah.
  • Es gibt Raum für eigene Ideen und Beteiligung.
  • Das Angebot unterstützt auch junge Menschen mit besonderen Zugangshürden.

Typische Hürden und wie gute Angebote darauf reagieren

Damit junge Menschen erreicht werden, müssen Angebote verständlich, nah an ihrer Lebenswelt und ohne unnötige Einstiegshürden gestaltet sein. Häufig helfen einfache Sprache, bekannte Treffpunkte, verlässliche Begleitung und Formate, bei denen Mitmachen wichtiger ist als Vorwissen. Gerade für Kinder und Jugendliche mit wenig Bildungserfahrung oder geringem Vertrauen in klassische Bildungswege sind solche Rahmenbedingungen entscheidend.

FAQ: Weitere Fragen zu Volkshochschulen und Jugendbildung

Warum ist die Förderung solcher Programme so wichtig?

Ohne verlässliche Förderung lassen sich viele niedrigschwellige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche nur schwer dauerhaft anbieten. Gerade Projekte mit kulturellem oder politischem Schwerpunkt brauchen stabile Rahmenbedingungen, damit sie junge Menschen kontinuierlich erreichen können.

Welche Rolle spielen Volkshochschulen für Teilhabe?

Volkshochschulen schaffen Zugänge zu Bildung, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Beteiligung, Selbstvertrauen und gemeinsames Lernen fördern. Damit tragen sie dazu bei, dass mehr Menschen unabhängig von ihrer Ausgangslage Bildungs- und Mitgestaltungschancen erhalten.

Volkshochschule oder Schule? Der Unterschied in der Praxis

Während der Schulunterricht verpflichtend und fachlich klar gegliedert ist, setzen Volkshochschulen stärker auf freiwillige Teilnahme, offene Lernformen und konkrete Interessen der Zielgruppen. Gerade in der Jugendbildung ermöglicht das mehr Raum für Mitbestimmung, Kreativität und persönliche Erfahrung. Beide Bildungsorte ergänzen sich dadurch sinnvoll.

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